Montag, 30. Dezember 1912 1912-12-30 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0212-D
Tagebuch 1909-1912 978-3-7001-0415-5 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1981 1909-1912 378–379 459 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

30/12 Träume: Mama ist gestorben ― aber nun lebt sie doch, regt sich im Bett, Kämme in der Hand, sagt (etwa). Es ist gut, daß Brioni nicht gelitten hat … ― stirbt wirklich ― Dann bin ich auf der Gallerie zur Leichenfeier, in Radcostume, werde doch nicht noch einmal die Rede halten ― (wie für Brahm ―) Spaziergang (im weitern Traum) gegen Pötzleinsdorf, mit Otto Zuckerkandl und andern, ein Haus rechts hat statt zwei Fenstern Bilder von umgekehrten Schiffen, ich kenne das, Restaurant, etwa Prater, auf Holztreppen hinauf, schäbig, am Tisch daneben, geblümt gedeckt, mindere Leute, Hausmeister, dicke Frau; Zuckerkandl allein in einer Ecke, am Tisch, spielt eine Beethoven Sonate; draußen im Freien, auf der Wieden, ich sage es zu Olga, ein 1912: XII 30 ― XII 31 379 Werkel, es spielt, kennst dus denn nicht? „Vogelfänger bin ich ja“.―

Vm. dictirt.― Heini erkrankt mit Fieber und Halsweh.

Nm. Dr. Pollak; constatirt (wie ich) Angina; empfiehlt immerhin Wärterin, die Abend kommt. Das Fieber Abend sehr stark. Immerhin Beunruhigung. Lese 1812 von Michaelis und Rahel ― Varnhagen Briefwechsel. Lese Freuds Vorträge über Sexualtheorie (wie neulich Psychoanalyse) zu Ende.―