12/1 Semmering. Traum. Rede von der Straße mit Burckhard, der von
einem 2. Stock zu mir herabschaut, fahre dann mit Rollschuhn bergab.―
Mit Heini Spaziergang zum neuen sog. Palace Hotel, dort Zimmer
besichtigt. Schlitten zurück.
Gegen Abend bei Benedikt. Über Bernhardi. „Was wünschen Sie dass
wir thun?“ Ich. „Gar nichts ― es fragt sich nur, ob Sie das
Bedürfnis haben, in der Sache zu reden.“ Natürlich … etc. Er war
sehr warm und sympathisch. Viel über Berger und Burckhard,
Persönlichkeiten ― von denen das wesentlichste ihrer Persönlichkeit
nicht bleiben wird, weil sie schriftstellerisch nicht stark genug waren.―
B. erzählt: Stärke von Hussarek: … „Wenns ihm nützt, läßt er
morgen den Erzbischof von Wien einsperren ― trotz allem ‚Clericalismus‘.“―
Auch Heinold hasse eigentlich die Christlich-Socialen. Ich: Darum werf
ich ihm ja vor, dass er ihnen nachgibt. Wenn er sie liebte ―!―
Im Kurhauskaffee Dr. Kraus psychoanalytisch-medizinische Gespräche;
leer und ermüdend.―