Mittwoch, 25. Juni 1913 1913-06-25 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-02C3-5
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 045–046 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

25/6 Unruhige Nacht. Viel Träume: Von einer Redoute, wo O. gehn oder nicht gehn wollte; dann seh ich ein Bild in einer illustr. Zeitung (Woche?) Eisläufer, Hand in Hand, darunter ich neben Frl. Elsinger … 46 1913: VI 25 - VI 27 Dann bin ich mit Heini, der aber auch Julius ist (ich nenne Heini oft Julius, Julius Heini) Waggon, Coupé, steige auf Zwischenstation (?) aus, Conducteur will irgend wie Trinkgeld, weil die Billets nicht ganz stimmen, 1. Klasse; aber er ist zag; das Billet lautet „X? bis Erde“. Wir steigen aus; der Controllor sieht die Billets gar nicht an; plötzlich hab ich Heini, oder Julius verloren; ich fass’ es nicht, rufe überall, in der Halle, dann seh ich hinaus, ein langer Steig setzt sich gegen den Ort zu fort, eine Dame allein geht dort. Ich rufe vergeblich. Ein Herr, mit Regenschirm, gleichfalls sehr unruhig (sieht einem Vater aus „Fannys letztem Stück“ gleich), ruft immer „Die Excellenz“― die er seinerseits verloren hat.―

Nach Pötzleinsdorf. Im Wald.―

Nm. lang bei Heini, dems sehr gut geht. Er liest Verne, Gerstäcker. Ich las „Cruelle énigme“ (nach Jahren wieder) zu Ende. Wie das einmal auf mich wirkte! ―

Gustav, am Gitter. Fritz Zuckerkandl. Guss. Bauernzimmer. Mit O. und Fritz Z. spazieren.

― Abends Sternheims „Cassette“ gelesen. Begabung; Stilgefühl; innere Unwahrheit. Der Weg zur „neuen“ Komoedie geht nicht über die Marionette! ―