Dienstag, 1. Juli 1913 1913-07-01 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-02C9-F
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 047–048 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

1/7 Träume: Mit O. nach irgend einem Nachtmahl oder Diner in Villa, wo Sonnenthal und Kainz anwesend waren. O. sagt, so was mache sie nicht mehr mit, zu unheimlich, da beide schon todt. Wir schaun hinunter aufein Balkönchen, Kainz steht an der Brüstung (braune Holzbalustrade) sehr blass, traurig, weil er todt ist, einen viel zu kleinen schwarzen steifen Hut auf dem Kopf, die Nase gebogener als sonst ― dann eine Straße, die, von Baden aus, an einer weißen Kirche vorbei, sehr gebogen, zu einem (nicht sichtbaren) Friedhof läuft ― dann spiel ich Clavier, Adurdreiklang, meine Partnerin (ältliche Engländerin?) Amoll, Leute (Bauernjungen?) lachen (unhörbar),― zugleich ist ein weites Feld 48 1913: VII 1 - VII 4 da, das „eigentlich“ was andres, sich mit Hinsicht auf das Klavierspiel veränderndes ist ―

Vm. im Regen fort. Salten ruft mich, an seinem Hause, an, dessen Thür er, wegen verdorbnen Schlosses, aufbrechen läßt. Kommt aus Berlin, Dresden. Hat eine Van Dyck Copie um 350 M. gekauft, wird ein Stück schreiben; über Hellerau, den katholischen Snobismus u. a. Hat dabei trübe, etwas verängstigte Augen; thut mir wie so oft, etwas leid.

Nm. an der Novelle weiter.―

Mit O. spazieren. Abends viel Lieder mit ihr durchgenommen. (Altitalienisch, Reger, Strauss.)