1/7 Träume: Mit O. nach irgend einem Nachtmahl oder Diner in Villa,
wo Sonnenthal und Kainz anwesend waren. O. sagt, so was mache sie
nicht mehr mit, zu unheimlich, da beide schon todt. Wir schaun
hinunter aufein Balkönchen, Kainz steht an der Brüstung (braune
Holzbalustrade) sehr blass, traurig, weil er todt ist, einen viel zu kleinen
schwarzen steifen Hut auf dem Kopf, die Nase gebogener als sonst ― dann eine
Straße, die, von Baden aus, an einer weißen Kirche vorbei, sehr
gebogen, zu einem (nicht sichtbaren) Friedhof läuft ― dann spiel ich
Clavier, Adurdreiklang, meine Partnerin (ältliche Engländerin?) Amoll,
Leute (Bauernjungen?) lachen (unhörbar),― zugleich ist ein weites Feld
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da, das „eigentlich“ was andres, sich mit Hinsicht auf das Klavierspiel
veränderndes ist ―
Vm. im Regen fort. Salten ruft mich, an seinem Hause, an, dessen
Thür er, wegen verdorbnen Schlosses, aufbrechen läßt. Kommt aus
Berlin, Dresden. Hat eine Van Dyck Copie um 350 M. gekauft, wird ein
Stück schreiben; über Hellerau, den katholischen Snobismus u. a. Hat
dabei trübe, etwas verängstigte Augen; thut mir wie so oft, etwas leid.
Nm. an der Novelle weiter.―
Mit O. spazieren. Abends viel Lieder mit ihr durchgenommen. (Altitalienisch,
Reger, Strauss.)