Samstag, 22. August 1914 1914-08-22 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0469-A
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 130–131 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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22/8 Traum: Ein Bad, etwa wie Vöslau, ein Herr, in Gehrock, steigt 1914: VIII 22 - VIII 24 131 auch ins Bad, angekleidet, weil er nicht baden darf; er heißt „Turban“, ist aber Kassner (dem er auch nicht ähnlich sieht). Ich spreche mit ihm höflich über Psychologie; meine, der Menschenkenner kommt der Wahrheit nahe in 60%,― aber weiß ganz genau in 13% (ich sage in 87%) der Fälle; ― bin in einer Loge, mit O., Leo, Bella, dieser sehr nah;― höre schlecht, gehe hinunter, bin auf einer Wiese mit Felsgestein, die Bühne?, will zurück, irre durch Gänge und Garderobe,― denke mir, das passirt sonst nur im Traum, nun erleb ichs wirklich ― wache auf, erzähle in einem neuen Traum jenen frühern dem Dr. Kaufmann; ― schwebe über eine Wiese, hügelig, in Sils Maria ― in einen Sumpf, wieder heraus, trocknen Fußes.―

Frühstück im „Walter“. Spreche Dr. Ostersetzer. Kriegsnachrichten aller Art; großer Sieg der Deutschen bei Metz.― Mit O. und den Kindern im Wald spazieren.

Nm. an „Graesler“.― Frieda Pollak und Stephi kommen aus Aussee.― Frl. P. bringt mir „Bachusfest“, ich gebe ihr „Ormin“ mit.― Bei Zauner treffen wir Gerty mit Mutter. Hugo ist im Ministerium; Kriegsfürsorgeamt.―

Spazieren mit O. und Stephi Rettenbachgegend. Rudi Olden ist als Dragoner eingerückt.―

Nach dem Nachtm. kommt Gerty zu uns auf die Terrasse am Fluss. Kriegsgespräche.―