10/11 Olga erkrankt Nachts an einer Colitis mucosa. Dr. Pollak.―
Im Sanat. Loew bei Techet. Psychologisches. Seine Angst vor der ersten
Operation; seine Fassung. Unberechenbarkeiten. Irrtum dass die Vorstellung
von etwas mit der Sache selbst so nahe verwandt sei als wir
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bequemer Weise annehmen.―
Nm. ein Fräulein Stella Bittner aus Czernowitz, will mir einen Stoff
erzählen, ich lehne ab ― sie will dem Arzt etwas vertrauen ― und erzählt
mir ihre Geschichte, die natürlich der Stoff ist; von Verführung u. dergl.
Hysterische Gans.―
Herr Sattler für die „Kriegsgedichte“,― war einmal Jodler.
Zu Tisch Ama und Mimi, die aus Aussee ankamen.―
Mit Gustav „Offiziere“ N. W. B.;― trotz einzelner ganz guter Leistungen
eine ziemliche Schmierenvorstellung. Das Stück hat vielleicht mehr
Charme als Eigenart; aber es wirkte sogar in dieser Aufführung und
trotzdem ich wenig hörte.
Mit Gustav Pilsenetzer soup.
Weilen erzählt mir, im Univ.spital habe ein Soldat von seiner Tochter
(Pflegerin) ein Buch verlangt, aber eins von Schn.― Ein südsteirischer
Soldat ― das macht es zur Anekdote. Aber dass es fast als Anekdote wirkt,
spricht einigermaßen gegen meine „Popularität“.―
Traum heut Nacht: Ich in einer Hotelhalle (Berlin) Zeitung lesend. An
mir vorbei eine Art Commedia dell’arte ― 2 Damen, ein Herr, deutlich nur
eine mit blonder Perücke, nachher ― auch noch dazu gehörig eine Figur,
oesterr. Lieutenant darstellend, sich witzblattartig benehmend (Äh …
äh) ― aufs Billard gestützt; ― ich äußere mich (zu der fragenden
Perückendame) entrüstet darüber, dass man nun das oesterr. Militär,
überhaupt Oesterreich in dieser Zeit verhöhne (Fischerbrief! ―
Medardus Kritiken!― Lieutenant Gustl?) ―; später geh ich durch die
(Seiler?)gasse, dämmerig, an mir rasch vorbei ein Mann, sagt unwirsch:
„128 Niederlagen ― das ist grad genug!“ ―