Sonntag, 29. November 1914 1914-11-29 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-04CC-A
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 154 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

29/11 S.― Traum. Ich kaufe Mehl oder Grieß; aus dem Papiersack, der ein Loch hat, fließt das Mehl ab, ich drücke den Sack an meine Brust, bedaure, um 5 oder 6 Gulden neues Mehl kaufen zu müssen;― in der Straße steht Stephi und sagt. Dafür werden wir schöne Landpartien machen.

Spaziergang Pötzleinsdorf Hameau. Ein seit Jahren nicht gesprochner Bekannter, Eyßler (Bruder von Otto, Robert, Johanna Bergmeister), ein verwienerter Jud, mit bereits ganz in die Art geschlagnem Sohn Robert stapft eine Weile mit und erzählt von Völkerrechtsvorträgen u. ä.― Im übrigen schlage ich mich innerlich mit der Finanzbehörde wegen einer „unverzüglichen … Aufforderung“ herum;― und entwerfe überflüssige Briefe (ebenso innerlich) an Fischer über die „fegerischen“ Med. Kritiken.―

Zu Tisch Vicki, Nachm. mit ihm II. Mahler.―

Abends bei Spechts wo u. a. Weingartners, Kienzl, Hauptm. Links (mit Frl. Foerstel etc.). Links erzählt mir aufregend interessant über seine Verwundung und den jammervollen Amtsschimmelgang seines Transportes nach Wien. Der „Instanzenweg“ ist diesem behördlichen Geschmeiss wichtiger als ein Menschenleben.

― Saltens holten wir ab; er hatte eben eine Umarbeitung des „stärkern Band“ beendet, von der er mir erzählte ―