Dienstag, 19. Jänner 1915 1915-01-19 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-04FE-2
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 167–168 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

19/1 Träume: Mit dem Rad um eine Art Festung Arsenal,― Bach, Pfad überschwemmend, frage jemanden, See, Berge herum, bin verdächtig. Zurück; ― Zimmer, ich im Bett (?) links gegenüber im Bett? Schwarzkopf;― ich perorire (in sehr praeciser Rede). Wir sind machtlos gegen den Krieg, weil wir selbst ihn glauben, ihn wollen,― ich selbst, vor Jahren habe erklärt, man müsse mit Serbien Krieg führen (stimmt) ― Schwarzkopf hinter einer Art Pandekte die Hände hoch ― „Das müssen Sie schreiben ― bedenken Sie, was noch bevorsteht ― Kämpfe in den Karpathen ―“

― Irgendwie war auch meine Mutter, sicht- oder unsichtbar in diesem Traum. Ich erwache, später träum ich eine Art von Laboratorium (meines Vaters?) ich bitte, rein zum Spass einen Arzt, mittelgross, beleibt, den ich (im Traum) kenne, er möge meine Pulse sphygmogr. untersuchen. Er setzt mir Pelotten auf;― dann geht er hin und her … „Ich weiss nicht ob man es dem Kranken sagen soll …“ Ich: Also Arteriosklerose …? Er will mir Bergsteigen etc. verbieten, ich wehre mich ― bin dann auf einer Straße (Rennweg), mit Specht ― noch unter dem Eindruck der Diagnose und erwache froh dass es nur ein Traum war.―

168 1915: I 19 - I 22

Vorm. zu Bachrachs. Stephi schon auf, aber noch schlecht aussehend.― Mimi: „Kommt Krieg mit Italien?“ Wegen Stringa.― Mit Ama und Stephi über ihre Beziehung zu O.―

Zu Specht’s. Er hypochondrisch, asthmatisch,― sie jung, amüsant und kalt.―

Nm. am „Fliederbusch“.― Griechisch mit Heini.