Freitag, 10. September 1915 1915-09-10 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-05E8-9
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 219–220 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

10/9 Traum: Mit St. in einem Raum, zärtlich; früh (4h) zurück, in das Zimmer von O., die übrigens einverstanden, nur nicht dass wir im gleichen Bett; daher öffnen wir ein zweites. Später in einem andern Zimmer, ich am Fenster, St. (mit Hut und Jacke) sich zu mir beugend, küssend, ich frage etwa ― Wirklich dein? Sie, in unbeschreiblicher Zärtlichkeit: Ja … würd ich sonst (sagen … oder?). O. daneben, starren Gesichts. Dann in einem Saal mit Büchern, die ich durchsehe, ein schwarzer (goldgezierter) Band Casanova, aber es handelt sich um Mozart,― der Buchhändler kommt fragt mich Wer sind Sie? Ich sag ihm lachend: ein Kunde. Im ersten Kapitel ein Satz über elektrische Trams, mit dem sich Hugo blamirt hat, denn damals gab es noch keine, und ich sehe sofort einen Platz (Domplatz Florenz), um die Kirche läuft eine Tram, aber natürlich nicht elektrisch. Dann spielt Heini Violine ― sehr gut (was?) ― dann ein langer Tisch,― eine Dame fragt, ob Heini nicht Mittwoch zur Cameliendame kommen kann, ich sage, wir reisen schon ab, wer spielt denn? Die Dame, bedeutend: Die Barsescu!― (Elemente:) (Gestrige Karte St.s an O. „Grüße meinem Vater“ mit unterstrichnem Mein;― Gespräch über den Buchhändler Heller ― die Casanovanovelle ― Heini fährt gut Rad ― gestern von der Gasse aus (Beethovengasse) das schöne Quartettspiel ― O. liest Gyges und es war die Rede davon, dass einmal die Barsescu die Rhodope spielte ― Möglichkeit meiner Berliner Reise ― und noch vieles andre.) ―

Blieb in heftiger innrer Bewegung von dem Traum zurück. Nach einer (wohl auch daraus entstandnen) Mißhelligkeit mit O.; mit Heini Stadt Besorgungen, auch bei Prof. Sachs.―

Nm. einen Brief zum Nichtabsenden.―

Albert (Steinrück), ist zum Thee bei mir, Lili immer dabei, schreibt an Liesl. Er hat Proben hier.

― Schmidl, der bei der Musterung behalten, nachtm. bei uns.

220 1915: IX 11 - IX 15