Sonntag, 17. Oktober 1915 1915-10-17 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-060D-0
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 229–230 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

17/10 Traum: Sitze in Loge neben Burckhard, bei Liebelei volles Haus; Tilly Kutschera (die mir neulich wieder darum geschrieben) spielt die Mizi, ihr Vater Kutschera (wie s. z. wirklich) Fritz;― nun ists aber plötzlich nur eine Ansichtskarte; die zwei Liebespaare ganz im Dunkel, wie unter einem Baum?, kaum sichtbar ― die ganze Karte wird eingenommen von einem Skelett, das den Tod vorstellt, aber eigentlich eine Röntgenaufnahme von mir ist ― und ich benütze die Gelegenheit ― durch Befühlen nachzuforschen, insbesondre am Arm, ob nicht irgend eine Knochenkrankheit im Entstehen, die ich noch nicht bemerkt. Auch meine Mutter spielt irgendwie in den Traum hinein.―

Vm. bei Bachrachs, Mimi sehr verzweifelt ― Stringa am Monte Baldo, wo nun große Kämpfe, sie ohne Nachricht wie meist; (― und ringt sich dabei ihre Treue schwer ab).― Mit ihr und Ama über Stephi, Wohnungfragen, U.―

O. von der Hofr. abgeholt.―

Nm. Briefe (Dankschreiben etc.) ―

Ins Burgth., Bühne, K. d. W.; den Schauspielern und Devrient (als Regisseur) Dank aussprechen und gratuliren. Sah hauptsächlich das Mittelstück, „Große Scene“; empfand stark die Mystik des Theaters ― was mit den Jahren sich eher steigert. (Wie ich mit Hrn. Gerasch rede ― und er tritt dann auf die Bühne hinaus, als Edgar Gley, Herbot fragen ― „Waren Sie Daisys Geliebter ―?―“) ― Die Wohlgemuth möchte gern die Dionysia („Hirtenflöte“) in einem Film spielen.―

230 1915: X 17 - X 18

― Mit O. (in sehr guter Beziehung) über allerlei.