Donnerstag, 13. Jänner 1916 1916-01-13 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0665-C
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 256 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

13/1 Ein stundenlanges Gespräch mit O., ins böse und tiefe und doch endlich ins versöhnende gehend.―

A. Kaufmann erzählt mir dass er heut Nachts von mir folgendes geträumt: „Ich bin mit Ihnen in einer Sommerfrische, Sie wollen mir Ihr neues Stück vorspielen lassen, Sie thun es, im Freien, schön, es ist amüsant, ich lache viel, es handelt sich um einen Ehemann, dessen lasterhafte Frau, und er ist immer auf den gefehlten eifersüchtig;― allmälig merk ich, es spielt sich immer mehr an mich heran ― ― Ihr Lieblingsthema ― Spiel wird zur Wirklichkeit u. s. w. ― ich bin ärgerlich und sage: das geht doch nicht, irgendwo muss man feststehn ― da stürzt der mitspielende Ehemann, brutal und schwarzbärtig auf mich und würgt mich. Ich wende mich an Sie: Was soll denn das heißen?, der ist doch nur Figur …, Sie sagen höhnisch: „Sie spielen eben auch mit ―“ Ich ersticke ― und erwache, ― die Decke überm Mund.―“

Nm. nach einer guten Aussprechstunde mit O. am „Wahns.“―

Bei „Mona Lisa“ mit O. und Spechts.―