Samstag, 5. Februar 1916 1916-02-05 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-067C-3
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 263–264 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

5/2 Traum: Mit O. durch die Cirkus- oder Weintraubengasse, doch sah sie aus wie eine altdeutsche enge Straße,― O. will dies Haus kaufen,― ich bin dagegen, weil hier lauter Hurenhäuser (Erinnrung an Korallenkettlin von Dülberg ― sowie an den übeln Lebenswandel einer Hausmeisterin 264 1916: II 5 - II 9 der Circusgasse, Haus, wo die Großeltern wohnten!) ― die Straße weitet sich ― die Gegend passt mir, drüben, jenseits der Donau sieht man die Prater-Auen, wenig Bäume, Winterlandschaft; auch ich, Lili an der Hand, gehe über rutschige Schneefelder im Sonnenglanz, muss an Berglandschaften denken und bin dessen froh. Ferner ist da (wo? ― nicht im Raum, ich seh ihn aber, verblaßt) ein Menageriebesitzer mit mehr als hundert Bären; O. will den 77., ich bin ärgerlich: wozu braucht sie den Bären ―? (7 ihre Lieblingszahl;― Menageriebesitzer,― neulich eine Figur in Harlan ― der Bär ―? ein Hündchen, das vor 3 Jahren O. kaufte und das ich dann eliminirte ―?)

― Vm. dictirt ich Verf. Skizze 2. A. zu Ende. Dann andres; u. a. kurzes Scen. einer Komödie, wo es mir passirte, dass die ursprünglich moderne Figur (etwa der Erzherzog F. F.) ― allmälig, mit Handlung, und Sprache sich gegen 1750 hin stilisirte. Charakteristisch für meine ganze Production jetzt.―

Begann Nm. „ernsthaft“ die Nov. „der Unmensch“.―