Samstag, 9. Dezember 1916 1916-12-09 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-07B0-5
Tagebuch 1913-1916 978-3-7001-0601-2 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1983 1913-1916 336–337 432 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

9/12 Zu Dora Michaelis, die aus Berlin hier;― über Dienstverhältnisse und Erlebnisse ihres Gatten; über den verbitterten Heimann;― über Jacob und Julie (ihre Schwester).― Stadt, Besorgungen.

― Hr. Stössinger besucht mich, wegen Vorlesung in der Berliner Secession; anregendes Gespräch über die Jungen; ferner über Heinrich Mann, den er künstlerisch nicht genügend schätzt,― über Weltanschauung und Weltbetrachtung.―

Traum von heute Nacht. Sitze Burgtheater 1. Reihe, Generalprobe;― Mitterwurzer tritt auf ― ich freue mich, dass er nicht todt ist 1916: XII 9 ― XII 11 337 ― oder doch wieder spielt, bedaure, dass Olga nicht da ist; zugleich sagt mir Trebitsch, der neben mir sitzt, wenn er gewußt hätte, dass M. spielt, so hätte er seine Frau mitgebracht; ein Briefträger kommt, auf der Bühne, bringt einen Brief für mich, ich gehe auf die Bühne, M. gibt mir wortlos den Brief, und ich bin stolz, dass es die Leute sehn; dann,― im Stück, ein Haus auf der Bühne, auf dem Dach Mitterwurzer, in einer Art gelbem Pierrotcostume, im Haus ist auch wer, den ich nicht sehe, es ist eine Art Spitzbubenstück, wie Robert und Bertram (las in Dumas Memoiren eine beiläufige Bemerkung „Robert und Bertrand“) ― M. geht vom Dach mit einem Schritt nach rückwärts auf die Straße, was mir Bewundrung einflößt. (Neulich Verhandlung wegen eines neuen Rauchfangs!)

― Nm. am „Fldb.“―

Mit Heini Tonkünstler Orchester (die kleine Morini).