Mittwoch, 28. März 1917 1917-03-28 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-081D-C
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 031 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

28/3 Traum: Mit O. und einem indifferenten Dritten (etwa wie der Religionslehrer Zimmels) in eine dunkelgrüne Frühlingslandschaft, Scheideweg, Wald, Wirtshaus;― bin traurig, weil O. mich nicht liebt ― weine in die Polster und wache auf ― träume weiter, wir, ich O., Kinder und Fingi in Salzburg, 11.40, Zug um 12.35 weiter, wir haben Zeit in der Restaur.-Halle zu essen, thun es, es wird spät, der Pudding kommt nicht, ich muss zahlen, der Kellner wünscht, dass die Plätze frei werden O. mit Kindern voraus ― mir fällt ein ― dass ich meinen Koffer noch aufgeben muss ― da ist ja Arthur Kfm. und Richard B.-H.― verläßlich, die übernehmens; ich suche den Schein in Brieftasche, Börse, vergeblich muss hinüber rennen, Localbahnhof, Uhr: 12.33 ― verliere beinah die Beinkleider, Perron ― ein Zug wird rangirt, habe also noch Zeit ― nein das ist er nicht ― drüben ― ein großer dicker Bahnbeamter: eben ist er durchgefahren ― ohne zu halten, wie öfters im Krieg;― ich freue mich, dass also die andern auch nicht fort sind ― hinüber, kleine Halle, wenige Menschen, O. ziemlich fremd, Gusti Glümer;― ich küsse sie auf beide Wangen;― nun werd ich meinen Pudding essen;― erwarte (später) ― irgendwen, im Nebenzimmer sortirt irgend ein weibl. Wesen Hemden, was eine musikal. Nebenbedeutung hat ―; ich weiss, dass O. kommt;― ich bin im Speisezimmer der Eltern Burgring (ohne dass es mir im Traum zum Bewußtsein kommt) ― werfe mein Hemd ab, an den Tisch gelehnt, O.― ebenso ― wirft sich mir in die Arme (Zwischenspiel!) ―

Vm. Costume Probe Zwischenspiel. Hübsche Aufführung. Die Marberg überraschend gut. Der Kallina (Gräfin) sagt ich: Sie haben sich jünger erhalten als das Stück.―

Ich sass vorn, ganz allein und hörte wie von fern! ― (wenn ich hörte).― Traurig.―

Bei Benedikts mit O. gegessen, wegen Gfn. Ilse Seilern (Stegmann, Rudi Oldens Schwester).―

Herr Alfons Blümel spielt uns einige seiner sehr hübschen Dafnislieder vor.―

„Wahnsinn“ weiter gefeilt.

Mit Heini Schubert B dur Trio.―