Dienstag, 14. August 1917 1917-08-14 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-08A8-E
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 071–072 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

14/8 Traum: zum ersten Mal von St. seit ihrem Tod. Sie ist auf einem irgendwie abgegrenzten Platz, doch wie im leeren, ohne Umgebung; schwarz gekleidet, blass, rothe wie geschminkte Lippen, ich weiß oder weiß es nicht, daß sie todt ist, auch Heini ist da, aber jünger und kleiner als er jetzt ist.― Sie hat Herrn Richard Frankfurter geschrieben (ich meine den Direktor des Lloyd, Albert F.) ― und sagt: Ich schreibe (oder 72 1917: VIII 14 - VIII 16 sage) den Leuten immer erst daß ich sie gern habe wenn es zu spät ist. Dann, nah zu mir, doch ohne mich zu berühren, wie ein Geheimnis, flüsternd (ich versteh schlecht): „Es geht mir gar nicht so gut; ich gehe an die Front.“ Wie ich ihr abrede: „Ich will auf den Italiener (von einem Luftschiff meint sie) eine Bombe werfen, der neulich eine auf dich geworfen hat.“ Ich antworte: „Er hat ja nicht mich gemeint, und du wirst auch einen Unschuldigen (oder „den Unrichtigen“) treffen.―“ (Abgesehen von den psych. Quellen ― der Luftangriff auf Frankfurt a/M vor 2 Tagen.)

― An der Cas. Nov.―

Alex. Engel (dem ich einige Kilo Erdäpfel verdanke, oh Zeiten!, jetzt Pens. Kramer wohnend) bei mir im Garten. Anatolgeschichten und allerlei andre liter. Erinnerungen.―

Nm. Nachklang, Cas. Nov., autob. Notizen über F. S.―

Mit Heini Händel Concert, und Beethoven Trio, 2.