12/9 Träume: ich muß eine Uhr, für Vicki, beim Hauptmann Schindler
zwischen 7 und ½8 abgeben; mein Bruder oder Sohn begleitet mich ―
es ist schon fast 8; ― ins Ministerium, ein dicker Herr, Civil, 3. Stock,
doch im freien, Passanten; Hptm. Sch. ist nicht mehr da ― er gibt mir
ein Billet (wie ein Bahnbillet), verschwindet mit andern Beamten; ich
besorge, daß Vicki Unannehmlichkeiten haben könne ― er wohnt ja in
der Nähe; doch lieber nicht zu ihm,― plötzlich eine Art Schlachtfeld in
der Gegend der Votivkirche,― ein Gefangner; er wird von den Italienern
wieder zurückgeschickt, sie können ihn nicht brauchen ― es ist nicht
gefährlich, es regnet nur stark,― er geht mit aufgespanntem Regenschirm
zur andern Front hinüber ― immer in der Gegend der Pilsenetzer!―
Regen.― Post, herum; bei Frau Anneliese; die mich gebeten, ihre
Kinder, insbesondre den 6j. Hellmuth zu begutachten; ich finde ihre
Befürchtungen nicht begründet.―
Nm. Hamsun’s „Letzte Freude“ zu Ende gelesen.
Bei Liesl. Baronin Dungern;
telepathis.-weissagungsvoll-hysterisch-verschmockt.―
In der Villa Doposcheg. Musik; O. sang, ich begleitete.
Bei Liesl genachtm. Nachher Dr. Marcuse, jetzt Chefarzt in
Ebenhausen, beide Söhne im Feld.―