Mittwoch, 12. September 1917 1917-09-12 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-08C5-D
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 077 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Eibsee

12/9 Träume: ich muß eine Uhr, für Vicki, beim Hauptmann Schindler zwischen 7 und ½8 abgeben; mein Bruder oder Sohn begleitet mich ― es ist schon fast 8; ― ins Ministerium, ein dicker Herr, Civil, 3. Stock, doch im freien, Passanten; Hptm. Sch. ist nicht mehr da ― er gibt mir ein Billet (wie ein Bahnbillet), verschwindet mit andern Beamten; ich besorge, daß Vicki Unannehmlichkeiten haben könne ― er wohnt ja in der Nähe; doch lieber nicht zu ihm,― plötzlich eine Art Schlachtfeld in der Gegend der Votivkirche,― ein Gefangner; er wird von den Italienern wieder zurückgeschickt, sie können ihn nicht brauchen ― es ist nicht gefährlich, es regnet nur stark,― er geht mit aufgespanntem Regenschirm zur andern Front hinüber ― immer in der Gegend der Pilsenetzer!―

Regen.― Post, herum; bei Frau Anneliese; die mich gebeten, ihre Kinder, insbesondre den 6j. Hellmuth zu begutachten; ich finde ihre Befürchtungen nicht begründet.―

Nm. Hamsun’s „Letzte Freude“ zu Ende gelesen.

Bei Liesl. Baronin Dungern; telepathis.-weissagungsvoll-hysterisch-verschmockt.―

In der Villa Doposcheg. Musik; O. sang, ich begleitete.

Bei Liesl genachtm. Nachher Dr. Marcuse, jetzt Chefarzt in Ebenhausen, beide Söhne im Feld.―