Dienstag, 15. Jänner 1918 1918-01-15 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0941-1
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 108–109 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

15/1 Vm. Religionslehrer Toch; Besprechung der Stunden mit Frau Anninger. Lili und Robert A. gemeinsam.―

Neulich Traum: ich soll Wenckebach (den Internisten) um 6 consultiren; treffe ihn vor seinem Hause, Landesgerichtsstraße ― (in Wahrheit Waisenhausgasse) ― noch zu früh, ich wandle aufwärts hinter dem Haus, ansteigend, Friedhof, ohne Schauer, dunkelgrün lederartiges Laub; ich sehe (an der Mauer (unsichtbar) schreitend) keine Steine u. 1918: I 15 - I 17 109 dgl.― doch in der Tiefe arbeiten gebückt zwei Männer; ein Auto an mir vorbei, durchs Friedhofsthor ― verschwindend. Dunkelblauer Himmel darüber. (Ich lernte W. kurz nach Stephis Tod bei Mimi kennen!) ― Heute träume ich wieder von W.;― u. zw. erzähle ich ihm genau den letzten Traum von ihm; er führt mich in sein Laboratorium, Pharmacie ―?― unter einer Glasglocke viel Morphin, zu 2 gr.;― ich äußere mich über die Unvorsichtigkeit; überlege wie es wäre wenn ich in die Mundhöhle eine Pastille steckte ― aber ohne Schleimhautberührung.― (Stephis Selbstmord!) ― Hypochondrisches Aufwachen; weiterdauernd, bis zu Zwangsvorstellungen.―

Volkstheater. Termin Weites Land (16. März);― Besprechung der Besetzung mit dem sympathisch klugen Rosenthal. Begegnungen Scharlitt (Zapolska-Übersetzer; über die Konstantin;― Eifersucht des verhafteten Rittm. L.; der nicht gestattet, daß die K. in seinem Stück spielt ― und Sch.Briefe (harmlos geschäftl. Natur?) von der ― Censur erhält (??).―) Garda Kaufmann (Über Klimt ― den ein Schlaganfall betroffen;― sie will es ihm vorher angesehn haben. Jugenderinnerungen. Ihre Eltern, schlimme Ehe, Verarmung …) ― Raoul Auernheimer (Brest Litowsk ― „Schwestern“).

― Zu Julius. Untersuchung der Drüse, die stationär blieb; Beruhigung.―

Nm. „Nachklang“.― Cas. Nov.―

O. kam von Schmidls; Jacob hatte den Roman weiter vorgelesen, sie war besonders ergriffen von der Gestalt Stephis ― die nun durch das Werk geht ― nachdem sie noch der letzten Vorlesung der frühern Capitel beigewohnt …