27/7 Vm. Besorgungen.― Panorama (Zürich etc.) ― In der Donau
Dampfschiffahrts Gesellschaft bei Dr. Thon; Auskünfte wegen einer ev.
Donaufahrt bis Passau.―
Bei Tante Irene im Sanatorium.― Bei Hajek, der nun auch so pessimistisch
als möglich.
― Bei Tisch erzählt Lili ihren Traum von heut Nacht: der Kaiser hat
mich besucht, nachher Hr. v. Strakosch (Nachbar, Seidlers Freund).
― Gegen Abend bei Dr. Szeps. Er hat durch einen Mittelsmann bei Hunyady
anfragen lassen: eine Deputation müsste durch den Kabinetsdirector (jetzt
Seidler) angemeldet werden ― Weg zu S.: ― Benedikt!!― Es käme also
wieder darauf hinaus, daß man eine Loyalitätskundgebung veranstaltet,
die herablassend quittirt wird!― Ich lehnte dankend ab. Sz. wird noch
mit Körber sprechen. Vom Brief räth er entschieden ab;― Kaiser würde
ihn nicht einmal lesen. (?) ― Allerlei über ihn, wie über den
früheren,― den letzten der Monarchen, der „Würde“ gehabt hatte.―
Polit. Verhältnisse ― Föderalismus als Rettung. (Warum
166 1918: VII 27 - VII 29
das Zögern?) ― An Revolution glaubt er nicht.
― Mit Andrian im Meissl soupirt. Über die Burgtheaterverhältnisse;
er hörte gut zu. Es scheint, er selbst will der Director sein. Michel hat
er zum Praesidialisten in der Intendanz gemacht. Hugo will Schalk als
Operndirector. (Nein!) ―