Montag, 29. Juli 1918 1918-07-29 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A04-5
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 166–167 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

29/7 Mit O. zur Bahn. Sie fuhr nach München ― Partenkirchen zu Liesl. Wir schieden leidlich, mit einem Kuß und guten Wünschen. Mein innerstes Gefühl war nicht ganz rein;― mir war etwas oed im Herzen.

Mit Kolap über die autobiogr. Arbeiten. Viel über O.

Von gestern nachzutragen: Vm. war Rosa G., O.s Cousine da; ihr Verlobter ist an der Piave gefallen;― Nm. kam Julie, aufgepulvert;― sie fühlt sich irgendwie als B. Th. Directrice.―

Traum heut Nachts: Sehe auf einem großen Platz Weiskirchner irgend was spielen; er hat einen grauen Waffenrock; Schnurrbart;― ich wundre mich daß der Bürgermeister sich während des Weltkriegs an einem oeffentl. Spiel (was?) betheiligt. Bin mit Andrian an einem (Hotel?-) Fenster, er fragt mich was ich gern spiele, ich nenne eines mit Kugeln und schildre es (total unbekannt ―), er nimmt Kugeln, große, verschiedenfarbig, will sie in eine Eisenconstruction unter dem Fenster (wie für Blumen) werfen; einige fallen auf die Gasse, ich fürchte, daß was passirt, zum Schaden Andrians. Ferner habe ich an Hugo einen anon. Brief geschrieben aber so daß er weiß, von mir.― Auch U. erscheint, in 1918: VII 29 - VIII 1 167 Zusammenhang innerlich mit Stephi ― diese selbst steht ― wie im leeren, auf irgend was rückblickend mit ihrem Regenmantel und dem kleinen Bocherhut (wovon O. neulich sprach),― unerhört lebendig (ich weiß daß sie todt ist),― irgend wie leuchtend.―

Nm. am „Nachklang“.―

Z. N. Andrian. Burgth.fragen. Provisorium ― mit Rosenbaum als Dramaturg, Michel als Delegirter der Intendanz (zum Verkehr mit Regisseuren etc.). A.s Liebe zu M. hat etwas rührendes. Ich rathe zur Vorsicht ― gerade um M.s willen.― Opernfragen. Er soll Rosé zu Rathe ziehn.― Über Politik.― Seine (auch in vielen Kunstfragen) hervortretende Abneigung gegen das Preußentum.―