Donnerstag, 22. August 1918 1918-08-22 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A1C-B
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 173 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

22/8 Vm. Bank, Botschaft, Gustav.―

Blättre Nm. in alten Tagebüchern (95, 93, 91) ― M. Rh.,― Dilly,― Fifi, Jenny,― M. G.― Ist das wirklich alles so lange her?― Unsagbar tief ergriff mich manches ― nicht nur weil ich es bin. Es ist mein brennender Wunsch, daß sie nicht verloren gehen. Ist das Eitelkeit?― Auch, gewiß. Aber irgendwie auch ein Gefühl der Verpflichtung. Und als könnt es mich von der quälenden innern Einsamkeit befreien, wenn ich ― jenseits meines Grabs Freunde wüßte.―

Hr. Scholz spielt mir (Vm.) und Heini die (Bahrsche) Pantomime vom braven Mann vor; z. Th. witzig ― aber etwas trocken.―

Am 20. 8. heiratete Minnie Benedict;― Nachts vorher träumte mir, ich sähe sie an ihrem Hochzeitstag, gratulire ihr quasi, sie ist sehr hübsch, sieht eigentlich ganz anders aus, hat auffallend rothe Lippen, die Hand reichend sag ich ihr irgend etwas wie daß sich zwischen uns nichts aendern könne. Sie blickt vorbei, sich an einen Tisch, etwa Buffettisch stützend, der übrigens leer ist; wie auch sonst keine Leute zu sehn.―

Gegen Abend Richard Specht; er glaubt Hoffnungen zu haben, in der Oper, wenn Bittner eine Art Director wird (was kaum der Fall sein wird) eine Art Dramaturg und Regisseur zu werden.

― N. d. N. mit Heini Beethoven Phantasie mit Orch.―