Mittwoch, 9. Oktober 1918 1918-10-09 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0A4C-5
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 187 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

9/10 Traum: Bei einem Cravatenhändler, etwa Malowan, oder Berecz ― aber Opernring ― (neben Burgring), Olga räth mir Cravaten, fertig gebundne,― ich wundre mich über ihren Ungeschmack; frage nach dem Preis einer braunen ― 400 Kronen;― eine schwarze würde 200 kosten; ich kaufe nichts, im Café daneben wartet Olga, bei Eis in Blechtassen; alter Herr und Dame an anderm Tisch, irgend wie Verwandte von O.;― sie stellt mich laut bei meinem Namen vor, damit die andern Leute es hören, wieder aergre ich mich über ihren Taktmangel; der kleine graubärtige Herr empfiehlt sich,― er muß zu Excellenz Wallenstein, ich denke: so, es gibt noch Wallensteins?― In die Oper, Così fan ― oder Serail;― ich habe eine Uhr, die hat (erzähle ich phantastisch lügend,― wem?) (nur mir?) die Eigenschaft, wenn man sich verspätet, die versäumte Ouverture etc. selbst zu spielen;― in der Oper sitz ich links Parquet rückwärts; es ist Figaro ― Susanne ― Fr. Gutheil ― aber sie sieht wie Fr. Retty aus singt (?) spricht, zieht ihr Pantoffelchen stehend aus, der Marquis ihr zu Füßen sagt. Fräulein ― Sie compromittiren mich;― Susanne läuft vorn über die Bühne, immer mit dem Pantoffel ― ich sehe in der Partitur nach, da steht, zwischen Notenzeilen, was mich wundert, etwa: „Wir können nicht leugnen, daß der Text eigentlich von Fabinieff herrührt“ (oder so ähnlich).― Dann ein Umherirren (?) in den Logengängen ― häufiger Traum.

Vm. dictirt (autobiogr.) ―

Nm. am Weiher.

Mit Heini Mozart Clavier Conc. VI.