9/10 Traum: Bei einem Cravatenhändler, etwa Malowan, oder Berecz ―
aber Opernring ― (neben Burgring), Olga räth mir Cravaten, fertig
gebundne,― ich wundre mich über ihren Ungeschmack; frage nach dem Preis
einer braunen ― 400 Kronen;― eine schwarze würde 200 kosten; ich kaufe
nichts, im Café daneben wartet Olga, bei Eis in Blechtassen; alter Herr
und Dame an anderm Tisch, irgend wie Verwandte von O.;― sie stellt mich
laut bei meinem Namen vor, damit die andern Leute es hören, wieder aergre
ich mich über ihren Taktmangel; der kleine graubärtige Herr empfiehlt
sich,― er muß zu Excellenz Wallenstein, ich denke: so, es gibt noch
Wallensteins?― In die Oper, Così fan ― oder Serail;― ich habe eine
Uhr, die hat (erzähle ich phantastisch lügend,― wem?) (nur mir?) die
Eigenschaft, wenn man sich verspätet, die versäumte Ouverture etc.
selbst zu spielen;― in der Oper sitz ich links Parquet rückwärts; es
ist Figaro ― Susanne ― Fr. Gutheil ― aber sie sieht wie Fr. Retty
aus singt (?) spricht, zieht ihr Pantoffelchen stehend aus, der Marquis
ihr zu Füßen sagt. Fräulein ― Sie compromittiren mich;― Susanne
läuft vorn über die Bühne, immer mit dem Pantoffel ― ich sehe
in der Partitur nach, da steht, zwischen Notenzeilen, was mich wundert,
etwa: „Wir können nicht leugnen, daß der Text eigentlich von Fabinieff
herrührt“ (oder so ähnlich).― Dann ein Umherirren (?) in den
Logengängen ― häufiger Traum.
Vm. dictirt (autobiogr.) ―
Nm. am Weiher.
Mit Heini Mozart Clavier Conc. VI.