Mittwoch, 23. Juli 1919 1919-07-23 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0B6A-2
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 273 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

23/7 Träume: Mit O. auf Reisen, aber in Wien ― irgend ein Hotel, am Donau Kanal, Abend, Blick ans andre Ufer; O. entkleidet bei offnem Fenster (Enfer!), Stubenmädchen dabei; ich will die Vorhänge zuziehn, Zeiss nehmen, aufs andre Ufer sehn, um zu constatiren ob man in dieser Entfernung sehen kann;― bin auch nackt;― später: in einem großen Zimmer, O. blaß, im Hemd, auf einen Sessel gelehnt ― sagt: Ich weiß warum unsre Ehe unglücklich;― wir waren feig! Da ich es nicht verstehe, erklärt sie: feig,― daß wir kein drittes Kind haben wollten.― Wir werden nun sehr zärtlich,― Lili, oder vielmehr irgendwas zwischen Heini und Lili, aber ganz klein, ist auch im Zimmer.

― Aufwachen in Thränen.― Wie wir im Traum zu letzten Gefühlswahrheiten kommen, deren sich im Wachsein unsre Eitelkeit schämt ― die für das Wachleben kaum wahr sind!―

Friedensbedingungen!― Jammervoll.―

Begegnung mit Foges. Über unsre Politiker!―

Dict. Briefe;― über „Enfer“.―

Lili hatte heute geträumt: Drei (?) Indianer aus dem wilden Westen kommen zu mir und fragen mich, ob ich ein Denkmal haben will was ich dankend annehme. (May Lecture!)

Nm. am Weiher.―

Mit Specht und Heini spazieren.

Specht und Grosz z. N.― Max Leitner.― (Programm für Salzburger Concerte; Szell etc.) ―