Montag, 20. Oktober 1919 1919-10-20 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0BC3-C
Tagebuch 1917-1919 978-3-7001-0722-4 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1917-1919 300–301 428 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

20/10 Traum (ich schreibe nun selten welche auf). Irgendwo auf dem Land ungefähr Neuwaldegg erwarten ich und andre die Tram, um auf den Centralfriedhof zu einem Begräbnis zu fahren. Ein Wagen, normal. Dann kommt (extra) ein zweiter ― in dem (ein grauer Lastwagen, dann aber sieht er normal aus) etwa sechs schwarze Kähne, gewissermaßen Särge, wie an die Sitze gelehnt, einander symmetrisch, mit dem Kiel nach oben gegenüber. Ein heitrer Sommertag; belanglos wer begraben wird, ich weiß es auch nicht oder denke nicht dran ―; die Kähne ― Särge für die Trauergäste;― ich entschließe mich aber doch, in die erste Tram einzusteigen; sitze Eckplatz links vorn ― es kommt noch Julius Bauer, … ich weiß noch, dass ich am Schwarzenbergplatz umsteigen muß ― alles weitre verschwindet. (Der schwarze Kahn ― Sarg wohl aus der Frau ohne Schatten.)

― Schlafe leidlich, wache wie immer mit leichten Herzschmerzen auf, liege noch eine Weile in düstersten Gedanken;― stehe auf;― empfinde in Empörung und Thränen den Zusammenbruch unsres Hauses.―

Wir lachten gestern viel; Frau L. (die auch etwas ziemlich schweres erlebt) … Ist es nicht sonderbar, was alles am gleichen Tag vorgeht,― außer uns und in uns. (Von meiner Angelegenheit weiß sie nichts; ahnt aber wohl.)

Vm. Briefe dictirt.―

1919: X 20 - X 24 301

Nm. Sitzung Autorenverband.

Volksth., Tasso; zwei Acte, 1. Reihe. Hörte fast nichts.