Freitag, 27. Februar 1920 1920-02-27 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0C45-A
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 026 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

27/2 Träume; Bahnhof, etwa Italien, eine Art Halle, zum Theil wie durch Überschwemmung unpassirbar.― Dann im Coupé;― nicht überfüllt;― ich sitze neben V. L.;― uns gegenüber Heini;― ich sage zu V. mit Bedeutung: „was passirt eigentlich öfter,― daß die schlimmen Dinge sich in der Wirklichkeit noch schlimmer abspielen als man sie sich vorgestellt hat oder daß die schönen Dinge noch schöner sind als man sie erhofft ―?“ verhasple mich aber und kann es nicht gut ausdrücken.― Dann in unserm Garten; nur ganz anders,― groß,― auf einem Hügel, Blick in die Weite, wundersame Beleuchtung;― ich bin wieder mit V.; und entzückt, sage: Mir thut es so leid, daß O. diese Schönheit nicht zu empfinden vermag;― senke ein Knie vor V.,― fast unwillkürlich, da die Bodenfiguration es erleichtert;― sie beugt sich zu mir und küsst mich;― ich sage: Mit einem Teleskop kann man hier herein sehen ― (die Villa ― irgendwie Capponcina;― Frau Ergas Brief an O. ― Lili L. hatte sie auf der Hochzeitsreise dort besucht;― das Teleskop aus dem Med. Film ― Napoleon auf der Gloriette).―

Häufige Reise- und Eisenbahnträume: Neulich ― in einer Art Speisewagen; Kaiser Wilhelm sitzt an einem Tisch, mit einem Begleiter,― Serviette vorgebunden, „Es ist erreicht“ Schnurrbart.―

Vm. dict. Med. Film.

Abends Tanzabend Anna Lieser; dirigirt von Oskar Fried.―

― Auseinandersetzung mit O.;― sie brachte H. K. vor, mit der sie mich neulich in P. sah.―