27/2 Träume; Bahnhof, etwa Italien, eine Art Halle, zum Theil
wie durch Überschwemmung unpassirbar.― Dann im Coupé;― nicht
überfüllt;― ich sitze neben V. L.;― uns gegenüber Heini;― ich
sage zu V. mit Bedeutung: „was passirt eigentlich öfter,― daß die
schlimmen Dinge sich in der Wirklichkeit noch schlimmer abspielen
als man sie sich vorgestellt hat oder daß die schönen Dinge noch
schöner sind als man sie erhofft ―?“ verhasple mich aber und kann
es nicht gut ausdrücken.― Dann in unserm Garten; nur ganz
anders,― groß,― auf einem Hügel, Blick in die Weite, wundersame
Beleuchtung;― ich bin wieder mit V.; und entzückt, sage: Mir thut
es so leid, daß O. diese Schönheit nicht zu empfinden vermag;―
senke ein Knie vor V.,― fast unwillkürlich, da die Bodenfiguration
es erleichtert;― sie beugt sich zu mir und küsst mich;― ich sage:
Mit einem Teleskop kann man hier herein sehen ― (die Villa ―
irgendwie Capponcina;― Frau Ergas Brief an O. ― Lili L. hatte sie
auf der Hochzeitsreise dort besucht;― das Teleskop aus dem Med.
Film ― Napoleon auf der Gloriette).―
Häufige Reise- und Eisenbahnträume: Neulich ― in einer Art
Speisewagen; Kaiser Wilhelm sitzt an einem Tisch, mit einem
Begleiter,― Serviette vorgebunden, „Es ist erreicht“ Schnurrbart.―
Vm. dict. Med. Film.
Abends Tanzabend Anna Lieser; dirigirt von Oskar Fried.―
― Auseinandersetzung mit O.;― sie brachte H. K. vor, mit der sie
mich neulich in P. sah.―