19/3 Träume, u. a.;― ich sitze auf einem Brettchen, das irgendwie
spiralig gebogen ist, mit Fräulein L. (der völlig reizlosen
Darstellerin der Tochter aus Lyon, mit der ich noch kaum ein Wort
gesprochen ― doch war mir aufgefallen, daß sie im dunkeln Parket
mit dem kleinen Thimig (Tito) saß ―) lenke rodelartig das Fahrzeug
auf feuchtem Boden, auf der Freiung, zwischen Blumenständen und
andern Verkaufständen, hin und her, gewissermaßen sportlich ―
stoße an einen Stand, mit Vergißmeinnicht (gestriges Datum ―
hatte M. R.s letztes Wort citirt „Behalt mich lieb!“) ―
ängstlich, dass die Verkäuferin es merkt, aber sie merkt es nicht,
eben mit einer Kundin beschäftigt; ― ich bin plötzlich in der
Schottengasse, statt auf dem Brett, wieder mit Frl. L. in einer
Art Kahn; sie trägt ein kurzes blaues Röckchen, woraus sich ein
frivoler Traum von merkwürdigster Lebhaftigkeit entwickelt.
Vorm. Probe ―
Abends H. K. Besuch. (Geschichte vom Director.) ―
N. d. N. bei Schmidls. Sgals (Geschichten aus Großwardein, ―
von den Bolschewisten, und den Rumänen), Anningers.