1/5 Traum. Ich liege sterbend im Bett, etwa in meinem
Kinderzimmer. Niemand bei mir ausser einer Wärterin. Sie wäscht
mir die Hände, ich weiss, es ist das letzte Mal, sage es auch.
Erwarte das Aufhören des Herzschlages mit mässiger Angst. Dann
in einem Wagen mit Prof. Schmutzer, nicht in gleicher Stimmung,
durch die Herrengasse, war im Burgtheater, denke: Also, das
letzte Stück, das ich gesehen, ist Heinrich IV. Plötzlich bei
Prof. Schmutzer im Billardzimmer, spreche den Wunsch aus noch
eine Partie Billard zu spielen, fühle mich aber doch zu schwach
dazu, sinke dann plötzlich zu Boden, es ist nun eine Art
Kaffeehaus. Ein Arzt (unbekannt) kommt herzu, findet, ich habe
mich am Ellbogen links verletzt, muss Verband machen. Ich denke,
jetzt werde ich also doch mit einer Bandage begraben. Erwache mit
ziemlich heftigen Armschmerzen.
Vorm. diktiert Briefe.
Nachm. Fritz und Trude Zuckerkandl, Oskar Fried, Herr Fleminger,
der eine Stunde lang gemütlich-langweilig in Frieds schweigender
Gegenwart Theatererinnerungen eines alten Wieners auskramt.
Mit Fried und Heini spazieren Windmühlhöhe.