Samstag, 1. Mai 1920 1920-05-01 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0C85-1
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 047 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

1/5 Traum. Ich liege sterbend im Bett, etwa in meinem Kinderzimmer. Niemand bei mir ausser einer Wärterin. Sie wäscht mir die Hände, ich weiss, es ist das letzte Mal, sage es auch. Erwarte das Aufhören des Herzschlages mit mässiger Angst. Dann in einem Wagen mit Prof. Schmutzer, nicht in gleicher Stimmung, durch die Herrengasse, war im Burgtheater, denke: Also, das letzte Stück, das ich gesehen, ist Heinrich IV. Plötzlich bei Prof. Schmutzer im Billardzimmer, spreche den Wunsch aus noch eine Partie Billard zu spielen, fühle mich aber doch zu schwach dazu, sinke dann plötzlich zu Boden, es ist nun eine Art Kaffeehaus. Ein Arzt (unbekannt) kommt herzu, findet, ich habe mich am Ellbogen links verletzt, muss Verband machen. Ich denke, jetzt werde ich also doch mit einer Bandage begraben. Erwache mit ziemlich heftigen Armschmerzen.

Vorm. diktiert Briefe.

Nachm. Fritz und Trude Zuckerkandl, Oskar Fried, Herr Fleminger, der eine Stunde lang gemütlich-langweilig in Frieds schweigender Gegenwart Theatererinnerungen eines alten Wieners auskramt.

Mit Fried und Heini spazieren Windmühlhöhe.