Montag, 26. Juli 1920 1920-07-26 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0CDB-1
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 073 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Reichenau Kurhaus Rudolfsbad

26/7 Traum: Straße etwa München, Innsbruck,― auf Reisen ich mit einigen ― wer? Olga? Liesl, Mirjam? ― deutlich nur Schott;― wir beschließen, Schotts Vorschlag, gleich mit dem Auto nach Bozen zu fahren; stehen mit dem Auto vor irgend einem Hotel ― zugleich denke ich: wozu das alles? ich komme ja doch nie wieder nach Südtirol … Dann in einem Zimmer oder auch im leeren, ganz unbetonten Raum; Olga steht da, schwarz gekleidet, größer, in der Erscheinung etwa an M. R. erinnernd; vor der Abreise,― noch wer ist da, aber kaum sichtbar, eine Art Schatten,― ein Individuum oder das Leben oder der Tod ― ohne daß mich das sehr beeindruckt ―; der Wagen wartet gewissermaßen. O. sagt zu mir … Gib mir noch einen Kuß ― aber so voll Liebe, wie du nun voll Haß bist;― sie ist ernst, dunkel und schön;― ich küsse sie, ihre Lippen sind kalt, er dauert, bis ich erwache.―

― Im Lauf des Vormittags Gespräch …

Nm. fuhr ich nach Reichenau; vorher qualvolle Scene; wegen Kreuzberg.―

Curhaus.― Grethe Wertheimer begleitet mich von der Bahn hin.