Freitag, 10. September 1920 1920-09-10 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D09-D
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 085 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Aussee

10/9 Traum: ich versuche eine Thür im 4. Stock zu öffnen, wo wir? wo Heini? wohnt; die Klinke bleibt mir irgendwie in der Hand ― ich liege vielmehr kniee nun plötzlich in einem Kinderbettchen grün gegittert (wie jenes aus dem mich meine Mutter vor etwa 54 Jahren zur ersten Fibellection holte) ― das Bett steht etwa im Stiegenhaus, neben jener nicht geöffneten Thür ― O. kommt vorüber, und spricht, nach einem Zögern, das ich deutlich empfinde, zärtlich zu mir, etwa wie die Mutter zu einem Kind, auch Heini steht daneben, sie wollte eigentlich vorübergehen. Ich rede (ohne daß es etwas zu bedeuten hätte) nichts … Kaufe dann in irgend einer Handlung, etwa Garnisongasse, Krankenhausnähe, bei einer dicken Frau (― D.: ungefähr Frau Seifert, die angeblich durchgegangne Fiakereigentümerin ― in der Garnisongasse wohnte Herr Kl.; der Margot geheiratet) ― ein Glas mit Silber?deckel ― viereckig;― es kostet 90 Kronen; ich erwidre, daß ich (kürzlich) hier drei solche Gläser für je 50 gekauft; für Tabak, stopfe thatsächlich Tabak hinein, gehe mit dieser Frau nun in der Straße weiter, etwa Mariannengasse ―

Bei Gisa. Abreisebesprechung.―

Bei Vicki; eventuelle Abtenauer Tour besprochen.

― Nm. mit Arthur Kfm. bei Gisa. Jause. Frau Hanne Askonas;― Kinder. Leichtes Gewitter. Die Kinder schütteln Äpfel von den Bäumen. Etwas weiter wird Heu eingeschafft; die Kinder auf dem Heuboden. Frau Dr. Lieben. Auf Gisas Balkon.―

Mit Frau Irene Auernheimer ihrem Gatten entgegen, dem wir auf dem Tressner Weg begegnen. Hr. Peter Kuranda (den ich kennen lerne) bringt Nachrichten aus dem überschwemmten Ischl.