14/10 In der letzten Zeit unruhiger Schlaf, viel Träume. Heute u. a.:
einen Berg hinan (mit Heini?), Rucksack, an einem Bad vorbei, finde es
schmutzig (D.: gestern im Concert Steiner zu mir von dem Schmutz auf der
Rax im Ottohaus),― dann mit O. ― vor unserm Haus;― sieht (ohne daß es
mich wundert) alles ganz anders aus ― Ziegelmauern, die einen großen
Park umgeben, ich läute, niemand kommt, aergerlich; O. sagt: [Man] kommt
schon; ich sehe im Park die Hausmeisterin (wie unsre Köchin aussehend)
― die sich bereit macht;― merke nun (oder erst im Erwachen?) daß es die
Ziegelmauer ― des Döblinger Friedhofs ist (der Traum endet jedenfalls vor
dem Eintritt!) (D.: wie Gisa neulich von Selbstmordideen sprach ―!) ferner:
auf der Wieden, Gegend der einstigen Karlsbrücke (D.: hatte und habe nun
manchmal in der Nähe zu thun ― Steininger, Hel. B., R. L. etc.) ― ein
Mädchen (im Freien, aber doch irgendwie im Spital ― ich sehe
gewissermaßen nur ihren Kopf) ― ich frage nach ihrer Freundin, wie es
ihren Augen gehe,― sie hatte eine syph. Augensache,― sie will es
aufrichtig (wem?) gestehen; ihre Eltern sind dagegen.― Gestern Traum
von Sonnwendstein ― wo ich die Kutschera sah, in der rothen Bluse die
sie s. Z. in der „Liebelei“ trug ―
Frl. Sonja Rappaport, aus Kopenhagen zurück,― wünscht meine
Protektion zur Erlangung einer Secretarstelle.―
Dictirt Briefe. Kolap zu Tisch.―
Kurzer Spazierg. mit R. L. „Der Hauptmann.“
Concert Trio (Sirota).―
Bei Tisch hatte O. erzählt, dass ich ihr Mscrpt. Liebelei geschenkt ―
worauf K. Kakadu Mscrpt. erbat. O. äußert nun ihre Erbitterung darüber
und wird noch empörter, als ich diese Bitte keineswegs unbillig zu finden
vermag.―
Mit O. bei Schmidls n. d. N., wo Dora Michaelis mit Gatten aus Berlin
angekommen.―