Donnerstag, 14. Oktober 1920 1920-10-14 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0D2B-7
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 097 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

14/10 In der letzten Zeit unruhiger Schlaf, viel Träume. Heute u. a.: einen Berg hinan (mit Heini?), Rucksack, an einem Bad vorbei, finde es schmutzig (D.: gestern im Concert Steiner zu mir von dem Schmutz auf der Rax im Ottohaus),― dann mit O. ― vor unserm Haus;― sieht (ohne daß es mich wundert) alles ganz anders aus ― Ziegelmauern, die einen großen Park umgeben, ich läute, niemand kommt, aergerlich; O. sagt: [Man] kommt schon; ich sehe im Park die Hausmeisterin (wie unsre Köchin aussehend) ― die sich bereit macht;― merke nun (oder erst im Erwachen?) daß es die Ziegelmauer ― des Döblinger Friedhofs ist (der Traum endet jedenfalls vor dem Eintritt!) (D.: wie Gisa neulich von Selbstmordideen sprach ―!) ferner: auf der Wieden, Gegend der einstigen Karlsbrücke (D.: hatte und habe nun manchmal in der Nähe zu thun ― Steininger, Hel. B., R. L. etc.) ― ein Mädchen (im Freien, aber doch irgendwie im Spital ― ich sehe gewissermaßen nur ihren Kopf) ― ich frage nach ihrer Freundin, wie es ihren Augen gehe,― sie hatte eine syph. Augensache,― sie will es aufrichtig (wem?) gestehen; ihre Eltern sind dagegen.― Gestern Traum von Sonnwendstein ― wo ich die Kutschera sah, in der rothen Bluse die sie s. Z. in der „Liebelei“ trug ―

Frl. Sonja Rappaport, aus Kopenhagen zurück,― wünscht meine Protektion zur Erlangung einer Secretarstelle.―

Dictirt Briefe. Kolap zu Tisch.―

Kurzer Spazierg. mit R. L. „Der Hauptmann.“

Concert Trio (Sirota).―

Bei Tisch hatte O. erzählt, dass ich ihr Mscrpt. Liebelei geschenkt ― worauf K. Kakadu Mscrpt. erbat. O. äußert nun ihre Erbitterung darüber und wird noch empörter, als ich diese Bitte keineswegs unbillig zu finden vermag.―

Mit O. bei Schmidls n. d. N., wo Dora Michaelis mit Gatten aus Berlin angekommen.―