6/9 Wache vor 5 auf; nach einem lebhaften Traum: Am Mittagstisch,― aber
eigentlich im Elternhaus (Burgring);― O. erhebt sich (sieht aus wie auf dem
Photo als 20jährige) ― mild und schön, und sagt … Wenn du willst, bleib ich
auch da … (im Hause, meint sie) ― ich erwidre nichts;― bin dann auf der
Kärntnerstr. (nah Hopfner!) ― und erwäge, … warum nicht ― was kümmern uns
die Leute;― Ama spielt irgendwie in diesen Erwägungen mit ―; dann ein
Bücherladen; davor, der junge Nirenstein (Rikola) zeigt mir Radirungen,
spricht von ihrer Menge.―
Aufstehn;― fertig machen;― tiefes, tiefstes Weh;― wird es nimmer gut ― !
An die Bahn. O. und Lili. O. hatte heut Nachts mit ihrer Hauswirthin Frl.
Schwarz einen Conflict (weil Lili im Salon schlief) so daß sie kündigte.
Neue Complication.― Abreise. Stummheit im Waggon. Abwechselnd weinte
sie und ich monologisch. Salzburg. Grenze. O. eilt, den Gasteiner Zug zu
erreichen. Rascher Abschied.―
Lili und ich Oest. Hof.― Mittagessen.― Briefe von Kolap, H. K.; Gisa.― Mit
Lili Dom, St. Peter Katakomben.―
Gisa zu uns ins Hotel. Wir drei Kapuzinerberg. Zauberflötenhaus.― Mit
Lili Mirabellgarten; sie läuft im Naturtheater herum.― Mit Lili „Traube“.―
Kino, fad, davon.―