Montag, 15. Mai 1922 1922-05-15 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0F6D-B
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 307 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Nürnberg

15/5 Leidlich geschlafen, mit viel Träumen, deren ich mich absolut nicht entsinnen kann. Vor Bayreuth aufgestanden. Schöner Tag. Ankunft Nürnberg. Württemberger Hof.―

Neue Fr. Pr. und N. W. Journal mit Artikeln über mich, Raoul Auernheimer, Hans Müller, Specht;― Siegfr. Loewy (lauter Unwahrheiten beinah).― Durch die Stadt spazieren. Sebaldus Kirche. Burg, Höfe und Ausblick. In den Anlagen auf einer Bank. Recht müd. An frühere Aufenthalte erinnert. 1895 ― kurz nachdem M. R. begonnen,― bei M. G. ― germanisches Museum ― Wunsch nach dem Kinde … ― später mit O.― In übler Stimmung gegen O.;― bedingt durch die gestrigen neuen Mittheilungen, die ja gar nichts neues enthalten.

― Mittagessen im Württemb. Hof.― Viele Ansichtskarten, wegen des Datums. Zeitungen gelesen. Auf dem Divan ein wenig geschlafen (Seltenheit),― wirre Träume, viel von O.;― auch eine Tischrunde (wenige) ― Adolf Gelber tritt ein, Uniform, man begrüßt ihn halb scherzhaft als „Hauptmann Gelber“ ― es steht irgendwie mit meinem Geburtstag in Zusammenhang.― Dann notir ich Tagebuch.

Gegen Abend Thiergarten, Dutzendteich;― nette etwas dürftige Landschaft … Menschen sehr boche;― der tätowirte mit dem offnen Hemd.― Im Hotel genachtm.―