13/7 Allerlei Träume der letzten Zeit. Mit O. und Lili in irgend einem
Zimmer;― O. erzählt etwas von Frau St. und G.;― ich frage: Hat G.
vielleicht mit der auch ein Verhältnis?― Sie: „Ich hoffe nicht“; es
fällt mir ein, dass Lili dabei ist was mir peinlich.― Heute träume ich ―
Spazierg. mit O. etwa in Wr. Neustadt ― aber in einem Park, etwa
Schönbrunn; auf schmalen Serpentinen herab ― ein sonderbarer
hellgekleideter Mensch, Girardihut, ein Bürger dieser Kleinstadt, mit
Zeitung,― er liest ärgerlich was komisches, wirkt, gilt als verrückt,
dann sitzt er auf einer Bank, steht dann wieder; was er liest oder spricht
― oder überhaupt er selbst so, dass ich lache (und erwache) ― Ein
großer Garten,― ich erwarte Alma M., an einem Tisch, eine Dame wird
gemeldet,― eine Baronin, ich sehe sie, weiß, elegant; als man (wer?) sagt,
Alma sei nicht zu Hause, peinlich ― ich denke, sie wird glauben, Alma lasse
sich verleugnen; da erscheint diese selbst, etwas untersetzt, blau gekleidet,
küsst mich auf die Lippen;― ich sage etwas zu ihr mit „Du“ ― verbessere
mich mit „Sie“ und bin etwas verstimmt, dass sie die „Verbesserung“
gelten läßt …
Dictirt Briefe; Verf.―
Nm. am „Verf.“ ―
Helene besucht mich, leiht sich Sommerbücher aus. In einem Gespräch mit ihr
wird mir die Zerrüttung meines Familienlebens wieder besonders klar …
Z. N. Gen.d. Preßburger und Kertesz Regisseur; wir besprechen das Medardus
Scenarium.