Donnerstag, 13. Juli 1922 1922-07-13 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0FA8-7
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 326 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

13/7 Allerlei Träume der letzten Zeit. Mit O. und Lili in irgend einem Zimmer;― O. erzählt etwas von Frau St. und G.;― ich frage: Hat G. vielleicht mit der auch ein Verhältnis?― Sie: „Ich hoffe nicht“; es fällt mir ein, dass Lili dabei ist was mir peinlich.― Heute träume ich ― Spazierg. mit O. etwa in Wr. Neustadt ― aber in einem Park, etwa Schönbrunn; auf schmalen Serpentinen herab ― ein sonderbarer hellgekleideter Mensch, Girardihut, ein Bürger dieser Kleinstadt, mit Zeitung,― er liest ärgerlich was komisches, wirkt, gilt als verrückt, dann sitzt er auf einer Bank, steht dann wieder; was er liest oder spricht ― oder überhaupt er selbst so, dass ich lache (und erwache) ― Ein großer Garten,― ich erwarte Alma M., an einem Tisch, eine Dame wird gemeldet,― eine Baronin, ich sehe sie, weiß, elegant; als man (wer?) sagt, Alma sei nicht zu Hause, peinlich ― ich denke, sie wird glauben, Alma lasse sich verleugnen; da erscheint diese selbst, etwas untersetzt, blau gekleidet, küsst mich auf die Lippen;― ich sage etwas zu ihr mit „Du“ ― verbessere mich mit „Sie“ und bin etwas verstimmt, dass sie die „Verbesserung“ gelten läßt …

Dictirt Briefe; Verf.―

Nm. am „Verf.“ ―

Helene besucht mich, leiht sich Sommerbücher aus. In einem Gespräch mit ihr wird mir die Zerrüttung meines Familienlebens wieder besonders klar …

Z. N. Gen.d. Preßburger und Kertesz Regisseur; wir besprechen das Medardus Scenarium.