2/8 Traum: Spreche mit O. über Lili, wegen der Äußerung Lilis, Mutter
möchte die Schränke ausräumen ― erkläre, es sei kindlicher Egoismus ―
nicht schwer zu nehmen;― habe dabei eine gute innre Einstellung zu O. wie
schon lang nicht in Traum und Wachen. Dann: mein Radmantel (thatsächlich
vermisst ― offenbar verliehn und weiß nicht wem) ― hängt plötzlich im
Schrank ― das Stubenmädchen (wer?) sagt, er sei nie fort gewesen,― sie
habe ihn nur fort gehängt ― weil er nach Germ gerochen ― (Deutung ―
O.=Mantel ― G.=Gr…) ― fernerer Traum von Bränden, die schon stattgefunden
oder noch zu befürchten,― etwa Schwefelholzfabrikexplosionen ― (lese
Kaltneker Bergwerk),― dann von einer Tram, in die ich (mit Gisa?) falsch
einsteige ― denn sie fährt in die Leopoldstadt (über Kärnthner-
Giselastr.?!);― erwache, deute den Manteltraum,― schlafe ein: auf
dem Land (etwa Kreuzberg ―) Richard Specht da, an einer Art Abhang
― ich will ihm den Traum zur Deutung vorlegen ― frage ihn plötzlich:
Hab ich nicht Ihnen den Mantel geliehn ― er darauf: Ja. Was mich
sehr erfreut, und mich finden lässt, er sei nun erst recht zur Deutung
geeignet … ―
Regen.― Telegr. in der holl. Gastspiel Sache abgesandt.― Zum Schauer.―
Bei O., die noch zu Bett ― Alltags- Steuergespräche, Geldsachen.― Sie
liest mir aus Gundolf (Dichter und Helden) vor.― Wir (ich, O. Lili) essen
unten; nachdem ich mit Lili ein wenig spaziert. Sie begleiten mich nach
Feldafing; ich erzähle von diversen amerikanischen, Film- und sonstigen
Valutengaunereien.
Nm. Regen; Verführer durchgesehn, 1. Akt wirkte verstimmend, der zweite
besser auf mich.―
Nachtm. „Schauer“. Frau Pollaczek mit Liesl waren gekommen ― von Norderney
und Holland; Hr. Fr. Nirenstein, aus Bremen.―
Heini und Fr. N. begleiten mich nach Haus.―