9/8 München. Traum,― auf der Praterstr. ― mit irgend einer Frauensperson
(H. K., aber ganz anders aussehend, gutmütig und commun) ― eine Holzhütte,
weiß neu gestrichen (quasi als Haus), leer, zugänglich, ich führe die
Frau hinein, zu unverblümtem Zweck, als wäre dies eben das rechte Haus
(weil man ungestört bleiben würde).― Eigentlich immer
Minderwerthigkeitsträume.―
Zwanzigster Geburtstag Heinis; telegr. ihm.―
Besuche Gerty Rh.; in derselben Gasse, wo voriges Jahr die Scheidung
stattfand. Ende Sept. siedelt sie nach Wien, von ihrem Mann fort; Gesang,
vielleicht Bühne.―
Zu Gl.s. Die beiden „alten Damen“. M. G. hatte neulich in Urfaust die Marthe
recht schwach gespielt.― Ihre Hoftheaterstellung hier eine Sinecure ―
Ehrgeiz keiner, sagt sie selbst.― Ich solle doch O. „zurücknehmen“.― Wir
reden von Würnitz, Kirchau,― alten Zeiten …
Mittagessen „Jahreszeiten“.―
Im Rheinischen Hof;― Dora mit den zwei jungen Buben kommt aus Partenkirchen
an. Begrüßung.― Spricht und erzählt gleich von O.
In die Ausstellung. Theaterabtheilung.― Zusammentreffen vor dem
Marionetten-Th. mit Dora, ihrem Mann und den Buben. ― Brann kommt, weist uns
die Plätze an; „Faust“. Mit dem jüngsten hinter die Scene.― Wir nachtm.
mit Brann im Restaurant.―
In der Halle R. H. mit Dora,― die durch den jetzigen Stand der Angelegenheit
mit O. sehr bewegt ist und die Schwere des Conflicts sehr begreift. Theilt
mir übrigens mit, dass G. gerade im Mai in M. gewesen sei.―