Sonntag, 24. September 1922 1922-09-24 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0FF1-4
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 359 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

24/9 S. Traum: gehe durch die Wollzeile, düster gestimmt, weil der 18. März ist (Todestag M. R.… im Jahre 1902 18. 3. ging ich mit O. diese Straße und sie war eifersüchtig, dass ich des Datums dachte) ― dann ist es die Kärntnerstraße, ich gehe in ein Kino, eigentlich Vorsaal, klein; wartend, neben mir ein junger eleganter? Mann ― er sagt mir, zu meiner Verwunderung, dies sei überhaupt das erste Kino,― vor etwa 20? Jahren in Wien gegründet. Die Kärntnerstr. ist eng und belebt; auch andre Läden spielen irgend eine Rolle im Traum …

Vor 25 Jahren Geburt von M. R.s Sohn ― daher wohl der Traum vom 18. März!―

In den Zeitungen Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen die zwei Radfahrer von 25. 6.; mein Zeugenbrief;― ich entnehme dem Bericht, daß ungeheuerlicher Weise ― eine Anzeige gegen mich! (wegen Vergehens gegen die körperl. Sicherheit) erstattet war ― die freilich gleich ad acta gelegt wurde!―

― Trübes Herbstwetter … Ich „ordne“.

Zu Ludaßy’s.― Olga L. weiß seit einigen Tagen wie es mit ihm steht. Verkauf des Hauses, bevorstehende Übersiedlung.― Dr. Milrath, über „Hidalla“ mit ihm (Kritiker des „Abend“).― Julius. Mit ihm an L.s Bett, der wie ein Sterbender aussieht aber noch immer nichts ahnt. Er erzählt von seinem Vater, dem Redacteur, der als Hauptperson das „Fliederbusch“ Problem an sich erlebt hat … Mit Julius fort … Unsre polit. Verhältnisse … Der betrunkne Arbeiter heut früh in der Tram: (über Kaiser Karl) „es ist ganz gut, daß der Pülcher crepirt ist“.― Unsre Wehrmacht ― jeder wenn er geht 17 Millionen Abfindung etc.―

― Mit Heini Nm. Schumann Es dur Quintett.―

Am Verf.;― die Doppelnovelle vorgenommen, und die monolog. Nov. „Else“ überdacht.―

V. L. kommt;― sie sagt auffallend kluge und gefühlte Sachen zu dem „Falkenier“ Problem.― Dann Dr. L.; sie nachtmahlen bei mir.―

Lese das Baumgartnersche Goethebuch weiter.