Montag, 25. September 1922 1922-09-25 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-0FF2-3
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 360 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

25/9 Traum: Von (meinem?) Hause erblick ich zu meiner Verwunderung eine grüne hügelig waldige Flußlandschaft, die Donau ― wieso hab ich sie noch nie gesehn ―; von höher oben müßte man sie noch besser sehn ― da erblick ich ein ― breites Schiff mit einer Ausflugsgesellschaft,― 6 bis 8 Personen, es schwankt immer stärker ― von rückwärts ein großer Dampfer, daher die Wellen ― es fährt nun vorn an ihnen vorbei (mein Radfahrerlebnis!) ― das kleinere Schiff verschwindet mir also, da taucht ein Schwimmer (oder eine Schwimmerin) hervor ― das große Schiff passirt ― das kleine wieder sichtbar ― leer ― also ― alle ins Wasser gefallen ― aber gleich seh ich alle schwimmend, undeutlich in Unterkleidern;― jemand ruft „niemand fehlt“ … Nun lieg ich auf einem Dampfer-Verdeck ― nackt (Aurelie!) ― neben mir steht eine schlanke Frau (eine der eben Geretteten), an die Balustrade gelehnt, in angelegentlichem Gespräch mit einem Herrn (mir kaum sichtbar) rechts von ihr ― was sie nicht hindert ― ohne mich anzublicken, sich sehr lebhaft mit mir zu beschäftigen (telef. Anruf H. K.s gestern über die neue Bekanntschaft) ― wendet sich dann, etwas zu erregt zu mir und bemerkt (wie um mich nicht „eingebildet zu machen“). „Das sind ja alles nur Dummheiten.“ Worauf ich. Sie irren sich ― das ist das einzig vernünftige, was es auf der Welt gibt ― und erwache.―

Dictirt Verf.; Briefe.―

Nm. Dir. Siegfried Geyer ― wegen „Weites Land“ Korff Gastspiel (Renaissance Bühne) u. a.―

Rechnungen etc.―

Z. N. bei Strakosch’.― Salten. Str. schreibt „Der Selbstmord eines Volkes“.―