25/9 Traum: Von (meinem?) Hause erblick ich zu meiner Verwunderung eine grüne
hügelig waldige Flußlandschaft, die Donau ― wieso hab ich sie noch nie
gesehn ―; von höher oben müßte man sie noch besser sehn ― da erblick ich
ein ― breites Schiff mit einer Ausflugsgesellschaft,― 6 bis 8 Personen, es
schwankt immer stärker ― von rückwärts ein großer Dampfer, daher die
Wellen ― es fährt nun vorn an ihnen vorbei (mein Radfahrerlebnis!)
― das kleinere Schiff verschwindet mir also, da taucht ein Schwimmer (oder
eine Schwimmerin) hervor ― das große Schiff passirt ― das kleine wieder
sichtbar ― leer ― also ― alle ins Wasser gefallen ― aber gleich seh ich
alle schwimmend, undeutlich in Unterkleidern;― jemand ruft „niemand
fehlt“ … Nun lieg ich auf einem Dampfer-Verdeck ― nackt (Aurelie!) ― neben
mir steht eine schlanke Frau (eine der eben Geretteten), an die Balustrade
gelehnt, in angelegentlichem Gespräch mit einem Herrn (mir kaum sichtbar)
rechts von ihr ― was sie nicht hindert ― ohne mich anzublicken, sich sehr
lebhaft mit mir zu beschäftigen (telef. Anruf H. K.s gestern über die neue
Bekanntschaft) ― wendet sich dann, etwas zu erregt zu mir und bemerkt (wie um
mich nicht „eingebildet zu machen“). „Das sind ja alles nur Dummheiten.“
Worauf ich. Sie irren sich ― das ist das einzig vernünftige, was es auf der
Welt gibt ― und erwache.―
Dictirt Verf.; Briefe.―
Nm. Dir. Siegfried Geyer ― wegen „Weites Land“ Korff Gastspiel (Renaissance
Bühne) u. a.―
Rechnungen etc.―
Z. N. bei Strakosch’.― Salten. Str. schreibt „Der Selbstmord eines
Volkes“.―