Samstag, 4. November 1922 1922-11-04 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-101A-5
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 375 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Teplitz

4/11 Teplitz.― Traum von O. ― zum ersten Mal nach langer Zeit mit Sympathie; sie und Lili ― sind bei mir, und O., hübsch und bescheiden, spricht darüber wie wir drei heute den Tag verbringen wollen, mit einem scherzhaften Ton, als wollte sie über ein eventuelles Mißtrauen meinerseits freundlich spotten …

― Wantoch bringt wieder Bücher u. dergl. zu Autogrammzwecken (wie gestern Abend);― berichtet daß einige von den Skandalmachern festgestellt seien, das ganze sei von dem antisem. Verein „Eiche“ ausgegangen. Man unterschätze hier noch die Bedeutung dieses Hakenkreuztreibens;― aber der gestrige Abend sei lehrreich;― übrigens werde er sich über die Laxheit der Polizei beklagen ― und eine Klage wegen Hausfriedensbruch einbringen.―

Gehe allein im Gußregen spazieren ―

Im Hotel besuchen mich Vizebürgermeister Kremser und Dr. Stern, von der hiesigen sozialdem. Organisation, solle ― um den Arbeitern Gelegenheit zu einer Gegendemonstration zu geben in Teplitz für die Organisation lesen. Principiell einverstanden, aber nicht gleich. Stern (der in jener Vor Sonnen Aufgang Vorstellung gegen den Alcohol gesprochen) berichtet mir von den Erfolgen seiner Agitation.― Die Gefährlichkeit der Hakenkreuzbewegung.―

Beim Essen leistet mir Hr. Wantoch Gesellschaft ― die Skandalmacher von gestern zum Theil eruirt,― vorher Versammlung und nachher …

Abreise; nach Aussig, Prof. Bach aus Prag mit mir; am Aussiger Bahnhof Dr. Schwabacher und Frau (die Gelegenheitsschauspielerin und Recitatorin)