Montag, 6. November 1922 1922-11-06 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-101C-3
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 376 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Aussig

6/11 Vm. Briefe dictirt.― (Kolap wie immer nach dem Dictiren zu Tisch.―)

Heini spielt Boris Godunow vor.―

Paul Friedmann erbittet Rath wegen des unverläßlichen Siegfr. Geyer.

Gegen Abend mit H. K. spazieren. Vom „Partner“. Sie erzählt mir einen Traum von heute Nacht, den sie als besonders schön empfand: Sie wirft eine 50tausend Kr. Banknote in einen Briefkasten ― sieht sie obenauf liegen, dann fällt ihr ein daß es sinnlos sei, daß sie das Geld braucht und versucht es vergeblich herauszuziehn. Da wendet sie sich an einen Herrn, grauhaarig, sehr schön, der an einem Tisch der Bahnhofrestauration sitzt (denn plötzlich ist der Briefkasten in einer Bahnrest.) ― und bittet ihn, ihr das Geld herauszuholen. Er erhebt sich, und sagt sehr deutlich, dreimal: Ich heiße Beer-Hofmann (den sie nicht kennt). Setzt sich und schreibt mit einer goldnen Feder fünf Fragen auf, die sie alle las, über seine Schulter blickend; die dritte lautet: Was ist mir das unangenehmste. Antwort: die Frauen. Sie fragt … Warum gerade die Frauen? … Er darauf: Was denn? … Sie: Z. B. Krankheit … Darauf er: Da haben Sie eigentlich recht. Ich heiße Beer-Hofmann … (Deutung: B.-H. Ersatz für mich;― der Bahnhof meine Reise … Die Frage und Antwort (Gespräch neulich über den Franzosen) ― die goldne Feder dreifache Bedeutung.―)