Donnerstag, 9. November 1922 1922-11-09 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-101F-0
Tagebuch 1920-1922 978-3-7001-2006-3 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1993 1920-1922 378 500 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

9/11 Träume: im Hotel Imperial besuch ich Grethe Kainz, die goldplombirte Zähne hat, sage ihr, auch Olga sei da, öffne die Thüre, in einem großen Vorraum, aber vor ihr noch (weiß gekleidete?) Kinder, steht, mit einem Schal, ernsthaft und costumehaft, O.― In einem Zimmer mit den (seit Jahren verstorbnen) Eduard Brüll und Goldmark. G. entfernt sich eben, sieht die Thüre schlecht, ich denke bewegt an seine 84 und an mein nahendes Alter;― Ed. B. auf einem schwarz ledernen Sofa sitzend sagt: „Wir haben ein schönes Leben gehabt.“

Dictirt Briefe u. a.―

V. L. ruft an ― erzählt mir, seit ein paar Tagen haben die Gerüchte sich verdichtet, daß sie von ihrem Gatten weggehe und mich heirate. Heute sagte es im Spital ein Arzt ihrem Gatten! ― sie wird telef. angerufen u. s. w.― Sie reist morgen früh mit ihrem Bruder Ferry nach Berlin, ohne Zusammenhang damit ― vielleicht in Zusammenhang mit Dingen, von denen ich nichts weiß. Gerüchte sind eine seltsame Sache.

Nm. eine kleine jüd. Amerikanerin, Miss Malkiet bei mir, literar. beflissen.―