Freitag, 5. Jänner 1923 1923-01-05 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

The Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) License applies to this text.

The CC BY 4.0 License also applies to this TEI XML file.

http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1058-F
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 010 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

Annotation according to TEI/P5.

All end-of-line hyphenation has been removed: any remaining hyphenation occurred within the line

personal names, place names, dates

Wien

5/1 Vm. bei Alma Mahler. Sie theilt meine Bedenken wegen der Hausmiethe von O.;― aber es ist nicht viel riskirt, wenn sie ev. optirt. Sie spricht von der Feindseligkeit aller meiner „Freunde“ gegenüber O. und erzählt wie sie gleiches als Frau Mahlers erlebt.― ― Dann sprachen wir finanzielles (Marksturz; amerik. Guthaben).

― Nm. Frau (Stephan) Eggeler, wegen einer Signirung eines Pierrette Exemplars (das eben mit Radirungen E.s erschienen ― mäßig) ― eigentlich hatte er sie hergeschickt, weil er einen Reigenfilm machen will, was ich (insbesondre nach Lesung seines Mscrpt.) refusirte.―

Neuer Divan kam.―

An „Else“ weiter.―

Ins Kino. (Ein jämmerlicher wienerischer Ziehrer Film ―) Im Heimgehn wieder einmal Spöttelgasse vorbei ― ich sah zu den Fenstern auf, hinter denen sieben meiner Lebensjahre, die besten vielleicht verstrichen sind … Melancholie, Melancholie, Melancholie.

Traum von heut Nacht: sitze in einem Restaurant, schmal klein, vornehm; allein, trinke Champagner (Novelle Else: „Luft wie Champagner“) ― aber er ist roth; ich erinnere mich, dass er so sein muß ― (Half and half ― vielleicht Erinnerung an die Mittagessen bei Onkel Toni, der von fern über Onkel Edmund in die Nov. hineinspielt ― ?); es kommen zwei Damen, wie Reisende ― ? ich genire mich ein wenig wegen meines Champagnertrinkens … weitres verschwimmt.