6/1 Traum. Am Donaukanal, der aber viel breiter ― insbesondre die Ufer
Stadtseite mit allerlei Waren, etc. voll, durch die man sich den Weg bahnen
muß; mit Gustav (und Heini?); Gustav hat ein riesiges Schiffsmodell in der
Hand; auf dem Deck oder tiefer sind Teller mit Datteln und Obst ― es ist ein
Schiff, das er schon vor Jahren aus der Tiefe gehoben hat,― was ungefähr
bedeutet, daß er den Krieg vorausgesehn ― ich bedaure ein wenig daß man die
Datteln nicht mehr essen kann;― irgendwie schweben frühere Träume von
Schiffsufern mit;― ich bin (ohne Zusammenhang mit dem vorherigen Traum) am
andern Ufer;― Hotel Continental, eigentlich Gegend des Dianabads (das auch
Hotel ist ― vielleicht Erinnerung an St., der dort mit ― war) ― rechts vom
Eingang, vielleicht vom Hotel aus, in den benachbarten Tempel ein (ziemlich
unsichtbarer) Hochzeitszug,― ein Dr.… Gold oder Beeth heiratet eben, sieht
sich nach mir um, lächelnd, mit Goldplomben ―, ich weiß, daß ich geladen
war, aber es vergaß,― um so sonderbarer als mir gestern, bei der Hochzeit
eines andern, genau dasselbe passirt ist: ich kam gerade um eilf vorüber,
war geladen und hatte es vergessen;― nun, eilig ― warum? ― ins Hotel;―
Olga, im Traum irgendwie „die Mama“, sucht im Nebenraum einen Tisch;― ich
auch, allein, in Überzieher, gelbe Handschuhe, bewußt elegant;― wieder in
die Hall (lauter „Else“ Motive) ― da sitzt Heini (oder Julius?) sowie Lili,
erwachsen, mit sehr großem Hut (― oder Gisa ― das ganze auch Erinnerung an
Reisen mit den Eltern), ich scherze, daß Lili aussieht wie eine amerikanische
Reisende, aus St. Louis,― oder Massachusetts ― was ich falsch ausspreche,―
und von Heini corrigirt werde.
Kurzer Spaziergang.―
Nm. hauptsächlich an der Doppelnov.―
Z. N. bei Salten; wo Alma Mahler.― Sie spricht von ihrer Angst allein zu
gehn;― manchmal versucht sies ― bis zur Oper, mit einem Wagen zurück.
Fährt nie Tram.―