7/6 Traum, daß der kleine Franzl L. mich immer wieder, halb zum
Scherz, an Händen und Füßen zerkrallt und zerbeißt.― Ich wälze mich
endlich vor Schmerz und Angst auf dem Boden;― seine Mutter macht
ihm, wie ich um Succurs schreie, gelinde Vorwürfe. Eigentlich aber
ist es ein kleiner Hund,― und jemand sagt mir, ich müsse mich doch
jedenfalls mit Pasteur impfen lassen ― ich wache dann, nicht ganz
ohne Absicht, auf. (Deutung: ich sprach neulich (auch zu L.s) davon,
daß meine Hundeträume aufgehört hätten;― Erzählungen V. L.s über
ihren Mann;― ein Artikel über Hundswuth, den ich vor ein paar Tagen las.)
― Besorgungen in der Stadt.―
Bei Dr. Karolyi.
Nm. an aphoristischem, Briefen etc.―
Ein junges Mädchen blond, aus Halle, in Thränen, will für ihren
sterbenskranken Bruder ein Autogramm (ihre Mutter hatte mir schon
geschrieben).―
Jacob Wassermann;― geschäftliches etc.; über Fischer, Ausland, u. s. w.;―
die wundervolle einstige Andrian Villa hat Praesident Goldstein den
Holländern abgekauft ― und Jacob zur Verfügung gestellt!―
Brief von O.; ärgerlich daß Lili auf eine ihr wichtige Frage nicht
geantwortet; und mit kaum verhüllten Vorwürfen gegen mich;― meine
sofort darauf einsetzende Verstimmung gegen O. bewies mir, dass sich
in mir doch eigentlich nichts geändert.― Mit Lili über ihre, sich nicht
nur in solchen Dingen documentirende seelische Nachlässigkeit und
äußerliche Schlamperei.
― Mit Heini Türkenschanzpark Rest.;― Dr. Asch, Barjanskis, später Richard.
Über telepathisches u. dgl. (anläßlich Schermann).