Montag, 20. August 1923 1923-08-20 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-113B-F
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 077 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Celerina

20/8 Celerina. Viel geträumt. U. a. von einem Gemeinderat, etwa Blumenfeld geheißen erscheint ein höhnischer (antisem.) Nekrolog über Sonnenthal;― aber ein Flötist in seinem Trio heißt Pisko;― ich sage zu Richard und Salten: ― ich werde vor sein Fenster gehn, und hinaufrufen: Sie vergessen, daß P. auch ein Jude ist. Ich gehe einige Schritte, das Fenster (etwa im Währinger Rathaus) steht offen, aber auf halbem Wege kehr ich um; S. sagt: Sie hätten es thun sollen ― es wäre von unberechenbarem Vortheil für Sie (etwa im Sinne: für Ihre Stimmung, Ihr Selbstgefühl) gewesen;― dann eine Bergbahn, in einem Coupé Heini und ich;― Olga in einem andern; an einem Coupéfenster als unsre Magd die (vor 2 Jahren verstorbne) X (Name entfallen), die ein Zeichen macht, als wäre noch Zeit;― nemlich für etwas mit dem Gepäck;― es steht mit O.’s Übersiedlung im Zusammenhang;― und ich verstehe nicht ihre Gleichgiltigkeit …― Dann in der Stadt, Bücherladen, etwa Lechner, aber Chocolade drin, es fällt mir ein,― Weihnachten ― ich habe Kolap noch nichts gekauft, aber es ist ja erst Juni;― die Schulerstraße spielt hinein (wo ich die Ulrike Woytich hinversetze, die ich eben lese) ― jemand sagt, Erwerbsteuer habe zehntausend Perzent Zuschlag, ich berechne, dass ich dreißig Milliarden zahlen muß und lache.―

Vm. mit C. spazieren von Cel. gegen Pontresina.―

― Briefsendung aus Wien; auch von B. B.―

Nm. am Verf.; stundenlang.―

H. K. tel. aus Churwalden: W. telegr. wegen Genf; sie möchte aber lieber hieher.―