11/2 Traum von einem Wald; am Rand stehen Gusti und Mizi G.;
viel jünger und größer, ich habe sie anfangs nicht erkannt, und sage
es. Sie stehn etwas abgewandt und gleichgiltig ― ferner träum ich,
daß ich in einem Amt, etwa Paßbureau zu thun, wegen Passes
für die Kinder (Gespräch gestern mit Lili, ob sie ev. mit Heini
nach Grado will) ― irgend welche Schwierigkeiten, ich sitze auf
einem Sessel, eine (nicht recht erkennbare, schlanke) Beamtin
feuchtet meine Brust mit Alcohol od. dergl. aus einer Flasche an,―
ich wundre mich, dass sie meine Herzschmerzen, die ich selbst
nicht verspürt, erkannt hat;― habe am Morgen thatsächlich
Herzweh (leichten Grades). (Beziehung auf Trennung von den
Kindern;― ferner auf Ratschläge Kolaps wegen Medicamenten.) ―
Dictirt Briefe, aphorist.
Nm. an Aphorismen.―
Franz Werfel besucht mich. Lese ihm die „Hierarchie des Worts“, wir
unterhalten uns lang über die einschlägigen Fragen. (Möglichkeit andrer Doppelpyramiden.)
Z. N. Böhm; nachher spielt Heini Zauberflöte und Lohengrin.―
Lese nochmals die Erzählung von C. P.; zwei Drittel conventionell, der
Schluß empfunden, fast dichterisch.