Donnerstag, 1. Mai 1924 1924-05-01 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1239-0
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 146 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

1/5 Träumte von einer Reise, mit O.; an einem wundervollen Gebäude vorbei, das ich erst von der Seite als Kirche erkannte. Ich sagte, zu O.: Nur Architektonik ergreift mich zu Thränen, und so wars auch beinah. Nicht wahr, fragt ich, das nennt man „gothisches Barock“ (was sie bestätigte). ― Dann saß ich in einem Zug, unter französischen Soldaten, oder selbst franz. Soldat, um einzurücken oder so ähnlich, an einer Station geschah irgend was, auf mein Schicksal bezügliches, alles unklar.―

Wind, Sonne, Regen ― muß wieder heizen.

Dictirt („Else“ neu begonnen; Bezahlt).―

Nm. an aphoristischem.―

Frau Karen Stampe-Bendix; von ihrer Reise Rom, Neapel, Tunis; liest mir eine harmlose kleine Skizze vor; erzählt von ihrem Familienzwist; langweilig.

― Dir. Herterich; Besetzungsfragen und andre, Beatrice; Verführer. Er nachtmahlt bei uns.

Um Mitternacht ruft mich Dora aus Berlin an, und meldet mir Erfolg von Kom. der Worte (Bassermann; besonders „Große Scene“).―

Begann an „Beatrice“ zu streichen. Wie fern liegt mir diese Renaissanceluft. Bleiben wird die Gestalt der Beatrice (― vielleicht), und diese Gestalt zwischen Herzog und Dichter. Spüre allerlei Epigonentum Dilettanterei und „Bildungskunst“ in dem Stück neben hohen dichterischen Qualitäten.