Montag, 1. September 1924 1924-09-01 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
Sonnenfelsgasse 19 1010 Vienna
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-12B4-4
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 178 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Lugano Zürich

1/9 Lugano. Traum: Ich bin irgendwo mit O., in der Fremde?― Neben uns stehn Richard, und Leonie Guttmann?― O. spricht mit mir in einer Weise, dass Richard mich frägt, ob wir denn wieder zusammen leben werden? Ich: Keine Ahnung;― aber Sie kennen doch ihre Art. Sie redet weiter so;― ich ergreife ihre Hand und sage: Ich will ja wieder mit dir zusammen kommen ― aber in einer tiefern schönern Weise als in einer Ehe möglich ― ― es war ja die Sehnsucht meines Lebens, dass du mich endlich verstehst;― was ich erlebt mit dir, das war ja auch nicht „Betrug“, es war etwas, was man mit Worten nicht nennen kann;― aber wie einem alle Fasern des Herzens (ungefähr) bluten, wenn mans je erlebt hat … Und ich weine bitterlich.― Sie: (ungefähr) „Du hast am Ende auch nichts andres gemacht als ich ― du hasts nur geschickter angestellt …“ Und fort ist sie, irgend eine Straße (an einem See, aber zwischen Häusern) verschwunden ― ich rufe ihr nach!, Olga ― im Gefühl dass sie mir nun für ewig verschwunden ist ― will, dass Leonie ihr folge; bin so erschüttert, dass ich schluchzend erwache.―

Allerlei besorgt.― Mit C. P. Mittag Abreise von Lugano, Ankunft Zürich gegen 6. „Baur en ville“.― Spaziergang.

Mit C. P. im Hotel gen.―