1/9 Lugano. Traum: Ich bin irgendwo mit O., in der Fremde?― Neben
uns stehn Richard, und Leonie Guttmann?― O. spricht mit mir
in einer Weise, dass Richard mich frägt, ob wir denn wieder
zusammen leben werden? Ich: Keine Ahnung;― aber Sie kennen
doch ihre Art. Sie redet weiter so;― ich ergreife ihre Hand und
sage: Ich will ja wieder mit dir zusammen kommen ― aber in
einer tiefern schönern Weise als in einer Ehe möglich ― ― es war
ja die Sehnsucht meines Lebens, dass du mich endlich verstehst;―
was ich erlebt mit dir, das war ja auch nicht „Betrug“, es war
etwas, was man mit Worten nicht nennen kann;― aber wie einem
alle Fasern des Herzens (ungefähr) bluten, wenn mans je erlebt
hat … Und ich weine bitterlich.― Sie: (ungefähr) „Du hast am Ende
auch nichts andres gemacht als ich ― du hasts nur geschickter
angestellt …“ Und fort ist sie, irgend eine Straße (an einem See,
aber zwischen Häusern) verschwunden ― ich rufe ihr nach!, Olga ―
im Gefühl dass sie mir nun für ewig verschwunden ist ― will, dass
Leonie ihr folge; bin so erschüttert, dass ich schluchzend erwache.―
Allerlei besorgt.― Mit C. P. Mittag Abreise von Lugano, Ankunft
Zürich gegen 6. „Baur en ville“.― Spaziergang.
Mit C. P. im Hotel gen.―