25/2 Gleich nach dem Einschlafen Gedankenflucht im Halbtraum;― der Schluss
war irgend ein Local (Schenke),― mit viel Menschen;― aber maskenhaft;
bärtig, ich denke: wie seltsam, dass ich alle diese Gesichter schaffe, jedes
vom andern verschieden;― ohne dass eins einem wirklichen Menschen entspricht
― (keiner redet);― endlich, abgewendet von den andern nehm ich Einen bei den
Schultern, und rede ihn an: „Ich träume und rede doch zu Ihnen, obzwar Sie
gar nicht existiren und Sie mich doch nicht verstehen,― und ich Sie selbst
gemacht habe,― ich ändre Ihr Gesicht (quetsche es, haue den Schädel an die
Wand, modellire es neu, wie Kautschuk) ― und ich rede weiter zu Ihnen ― und
Sie leben nicht ― es ist so schrecklich,― in seinen Träumen mit sich allein
zu sein.“ (Die Empfindung ist wahrhaft schmerzlich in diesem Traum.)
Vm. bei Gisa.―
C. P. abgeholt, mit ihr bei Würthle, Bilder, u. a. von ihrem Bruder Fredy,
nicht unbegabt.―
Nm. am „Roman“ („Therese“).―
Besuch Hocks; Zustände an den Geyer-Bühnen.
Mit H. K. Kino (Ingeborg).―
― Begann U.s Roman zu lesen, der mich, vielleicht nur durch die sehr lebendig
erstehende Figur von Stephi fesselte.―