9/3 Traum von O. (was? ― ich träume oft und meist unklar von ihr). Dann von
einem Tagebuch oder Brief des Max Leitner, (Stephis Onkel) in dem er sich
beklagt, dass wir (O. und ich) dem Grab Stephis nicht sorgfältige Pflege angedeihn lassen.―
Vm. U.;― ich erzählte ihm den Traum und deutete ihn dahin, dass mir die
Compromittirung Stephis durch seinen Roman nicht recht sei; anerkannte die
Vorzüge;― gab aber der Überzeugung Ausdruck, dass er die Mutter und andre verletzen werde.―
Dictirt. Briefe, Therese.―
Kolap erzählt mir von einem Gespräch mit Lili. „Ich kann mit der Mutter
über alles reden,― aber der Vater versteht mich, auch ohne dass ich mit ihm
rede.“ ― Fühlt, dass O. und ich nicht zusammen leben können. „Er leidet,
wenn er mit der Mutter zusammen ist,― und ich kann den Vater nicht leiden
sehn.“ „Ich weiss, dass mich niemals irgend ein Mensch so lieben wird wie
der Vater.“ ― Ich war froh und ergriffen.―
― Zu Tisch Gustaf Linden (Stockholm); sympathisch wie immer.
Z. N. bei Lichtenstern’s, wo ihre Schwägerin und deren Schwester.― Ich blieb
nachher noch lange. „Gleiten“.―