Montag, 3. August 1925 1925-08-03 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-1404-9
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 261 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Wien

3/8 Traum, in dem ich O.’s trotziges Wesen schwerer empfinde, als je im Wachen (vielleicht angeregt durch die Stelle in der Traumnov., wo Albertine das von gewissen Gefühlen in ihrem Traum behauptet);― wir hatten einen Streit (worüber), ich fühle mich seelisch zerrüttet; und bewußt, dass wir schon geschieden sind;― wache auf, und der Traum setzt sich dann wieder fort; wir fahren in einem Auto, ich beim Chauffeur, halten vor einer Villa; dann enge quasi ital. Gasse, O. geht mit Frisch, im Traum aber war es Kaufmann,― herum (Lugano!),― ich weiss sie verleumdet mich bei ihm;― ich habe ein widerliches Zahngeschwür (im Traum), an einer Küste, sehe aber nur eine riesige weiße Schiffswand, Kronprinzenkajüte,― mit großen Fenstern, sage: „Wenn das wahr ist, was sie (O.) über mich sagt, so hau ich mir zwei Ohrfeigen herunter, und schmeiß’ mich (aus der für mich bestimmten Kajüte) ins Meer“;― dann will ich mit meinem Vater über O. sprechen.

Neulich Traum, ich erhalte eine Photographie; ich in ganzer Figur, etwa 20jährig, auf dem gleichen Bild mit mir Kopf von Onkel Karl (gestorben 89), und Onkel Anton (zur selben Zeit), nur Karl deutlich zu sehn;― eine junge Dame schickt mir das Bild, sie hat mich im Burgtheater gesehn, gleich erkannt und dieses Bild in ihrem Album gefunden (Arthur Klein erzählte mir neulich, dass er in einem alten Album allerlei Bilder von mir und der Familie, „lauter Sch.s“ gefunden) ― ich fahre wegen dieses Bildes in die Cirkusgasse,― zu meinen Großeltern, eine Dame um zu chauffiren springt rittlings aus dem Wagen auf den Sitz, verletzt sich dabei und schreit ―

3/8 Dictirt. Novelle (Traumnov.) an Wiegler.― Beitrag für Jüd. Almanach.―

Nm. Packen, u. dgl.

Z. N. Leo; Richard Paula Bubi.