Dienstag, 31. August 1926 1926-08-31 Arthur Schnitzler Tagebuch 1879–1931 Arthur Schnitzler Peter Michael Braunwarth Data creation in LaTeX [for print edition] by Peter Michael Braunwarth Data transformation to XML by Matej Ďurčo Data collation, structural and semantic annotation by Peter Michael Braunwarth Data transformation to TEI by Peter Andorfer Index collation of mentioned places Ulrike Czeitschner Index corrections Martin Kirnbauer Index collation and corrections Martin Anton Müller Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
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Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Vienna 2017

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http://hdl.handle.net/21.11115/0000-000C-158C-F
Tagebuch 1923-1926 978-3-7001-2119-0 Arthur Schnitzler Werner Welzig Obmann der Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth Susanne Pertlik Reinhard Urbach Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 1995 1923-1926 353 480 Tagebuch 1879-1931 - Gesamtausgabe 978-3-7001-0395-0 Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kommission für literarische Gebrauchsformen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obmann: Werner Welzig. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach Band 1-10

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Interlaken

31/8 Interlaken. Mit C. P. Spaziergang Unspunnen. Heimwehfluh; oben auf der Terrasse viel über vergangnes erotisches.― Im Hotel zu Mittag.

Träume heut Nacht, u. a.;― ich mit C. P. in einem Gersthofer Restaurant ― Devrients Stimme aus einem Nebenraum ― Worte nicht erinnerlich;― sehr laut, sich irgendwie über Mangel an Respekt beklagend (etwa wie der alte Casanova in Dux den Bedienten gegenüber); C. P. (die aber auch O.) zu jemandem ihre Empörung äußernd, dass Devrient, der einst so große so behandelt;― ein Herr, an unserm Tische ― sich entschuldigend doch eher legitimirend; ob wir denn nicht sähen, er sei Steuereinnehmer; und zeigt irgend ein Emblem auf seinem (Jagd-?)rock; auch einen Schock Briefe und Documente; eine Art College, mit Schnurrbart tritt zu ihm … Dann von kleinen Hunden, die mich ankläffen und die ich mit Papierkugeln verscheuche;― ein großer Tisch, auf dem eine Art Welttheater ― ganz undeutlich,― Figuren? Zeichnungen aufgestellt ― ist, zwischen den einzelnen Figuren? schlängelt sich ein Pferdchen durch;― Heini oder C. P. bestellen mir, ich solle Sonntag zum Zahnarzt: wenn ich wieder so brav halte wie neulich, könne er den Zahn fertig machen;― ich sehe den Zahnarzt in seinem Ordinationszimmer vor mir,― in der Erscheinung Herterichs, ärgre mich wegen Sonntag, will lieber spazieren gehen. (Deutung: Devrient hätte in den Schwestern s. Z. den Santis ― das Altersbild des Casanova spielen sollen;― Herterich (gestern N. W. Journal) hat es als „Ehrenpflicht“ des Burgtheaters erklärt, den Gang zum Weiher zu spielen … die kläffenden Hunde: die Recensenten, über die ich gestern mit Dora sprach;― die Papierkugeln: meine Aufzeichnungen über „Kritik und Fälschung“.)